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Schweizer Botschaft in Teheran reduziert Personal, bleibt aber für konsularische Hilfe erreichbar

März 1, 2026
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Schweizer Botschaft in Teheran reduziert Personal, bleibt aber für konsularische Hilfe erreichbar
Während am 28. Februar mehrere westliche Vertretungen geschlossen wurden, entschied sich die Schweiz für einen abgestuften Ansatz: Die Botschaft in Teheran bleibt mit reduziertem Personal – zehn statt vierzehn Diplomaten – in Betrieb, nachdem nicht unbedingt notwendiges Personal auf dem Landweg evakuiert wurde. Das Außenministerium erklärte, die Personalreduzierung balanciere die Sicherheit der Mitarbeiter mit der einzigartigen Schutzmachtrolle der Schweiz, unter der sie die US-Interessen im Iran vertritt. Die Botschaft ist ein wichtiger Knotenpunkt für Mobilität. Neben der Ausstellung von Notfalldokumenten und der Koordination mit Schweizer Fluggesellschaften schützt sie rund 1.200 in Iran lebende Schweizer sowie Tausende, die aus geschäftlichen oder humanitären Gründen unterwegs sind. Da der Luftraum über dem Iran für den Großteil des kommerziellen Verkehrs weiterhin gesperrt ist, organisieren Konsularbeamte alternative Ausreisemöglichkeiten über die Türkei und Armenien für Staatsangehörige, die das Land verlassen wollen. In Bern wurde eine rund um die Uhr erreichbare Hotline verstärkt, nachdem Anrufer zuvor von langen Wartezeiten berichteten. Für multinationale Unternehmen stellt der teilweise Personalabbau eine operative Herausforderung dar. Beglaubigungen, Arbeitsgenehmigungen und Visaerleichterungen für iranische Mitarbeiter, die in die Schweizer Zentrale entsandt werden, könnten sich verzögern und so Lieferketten oder Forschungskooperationen erschweren. Firmen wird empfohlen, Unterlagen möglichst per Kurier an die Botschaft in Ankara zu senden oder Meetings nach Dubai zu verlegen, sobald Flüge wieder aufgenommen werden. Diplomatische Analysten betonen, dass die Entscheidung der Schweiz die Bedeutung ihrer Schutzmachtrolle unterstreicht, die ein zentraler Bestandteil ihrer Außenpolitik ist. Eine Schließung der Mission würde die Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA belasten und Washington ohne vertrauenswürdigen Kanal nach Teheran zurücklassen. Sicherheitsexperten warnen jedoch, dass eine weitere Eskalation eine vollständige Evakuierung erzwingen könnte, was sich negativ auf konsularische Dienste für Schweizer und US-Bürger auswirken würde. Unternehmen mit im Iran stationiertem Personal sollten daher Notfallpläne der zweiten Stufe aktivieren, darunter Fernarbeit oder die Verlegung wichtiger Mitarbeiter in sicherere Zentren. Krisenmanagement-Experten empfehlen, dass Mitarbeiter sowohl physische als auch digitale Kopien von Schweizer Pässen, Aufenthaltsgenehmigungen und iranischen Visa mit sich führen, um mögliche Ausreisen über die Nachbarstaaten zu erleichtern.
Quelle: SWI swissinfo.ch

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