
Als am 1. März 2026 Explosionen in Teheran die Luftfahrt im Golfraum lahmlegten, richtete das polnische Außenministerium (MSZ) eine Notfall-Hotline ein – +48 22 523 88 80 – für im Nahen Osten gestrandete Staatsangehörige. Die Hotline ging am Sonntag um 17:00 Uhr MEZ in Betrieb und ist täglich von 08:00 bis 22:00 Uhr besetzt, zusätzlich zu den bestehenden Bereitschaftsnummern der Botschaften. Sprecher Maciej Wewiór erklärte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dass das Konsularpersonal mehr als 600 polnische Staatsbürger in den VAE, Bahrain, Kuwait, Katar und Saudi-Arabien sowie rund 200 in Israel und 40 im Libanon registriert. Da die regionalen Flughäfen geschlossen sind und über 3.000 Flüge gestrichen wurden, wird Reisenden geraten, vor Ort Schutz zu suchen, Reisedokumente griffbereit zu halten und ihren Aufenthaltsort im Online-System Odyseusz zu registrieren. Das Ministerium warnte vor unaufgeforderten Evakuierungsangeboten in sozialen Medien und betonte, dass alle von der Regierung organisierten Flüge ausschließlich über offizielle Kanäle bekanntgegeben werden. Gleichzeitig setzte die polnische Fluggesellschaft LOT ihre Flüge nach Dubai, Riad und Tel Aviv bis mindestens 15. März aus und bietet Umbuchungen oder Rückerstattungen an. Für Unternehmen stehen jetzt die Erfassung der Mitarbeiter und Angehörigen in der Region, die Überprüfung des Reiseschutzes mit Konfliktzonendeckung sowie die Planung von Ausweichrouten über Europa nach Aufhebung der Luftraumsperren im Vordergrund. Zudem sollten betroffene Mitarbeiter daran erinnert werden, lokale SIM-Karten aktiv zu halten, um SMS-Benachrichtigungen von polnischen Konsulaten zu erhalten.
Quelle: Polskie Radio – English Section