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Brasilien öffnet visafreien Zugang für acht neue Märkte, darunter China, Frankreich und Irland

März 4, 2026
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Brasilien öffnet visafreien Zugang für acht neue Märkte, darunter China, Frankreich und Irland
In einer überraschenden Tourismusoffensive, die am 3. März 2026 angekündigt wurde, bestätigte das brasilianische Außenministerium, dass Bürger aus China, Dänemark, Frankreich, Ungarn, Irland, Jamaika, St. Lucia und den Bahamas für Kurzaufenthalte von bis zu 90 Tagen pro Jahr kein Visum mehr benötigen. Die Maßnahme, die rückwirkend ab dem 24. Februar gilt, ergänzt die bestehende „Open Doors 2026“-Strategie des Landes und ist in der bevorstehenden Interministeriellen Verordnung 18/2026 festgeschrieben. Die Regelung ist im Fall Chinas ausdrücklich wechselseitig, nachdem China Ende 2025 die Visumpflicht für Brasilianer aufgehoben hatte, für die übrigen sieben Länder jedoch einseitig – ein Zeichen dafür, dass Brasília bereit ist, Marktzugang gegen Tourismuseinnahmen einzutauschen, insbesondere im Vorfeld der Qualifikationsspiele zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026 und eines erwarteten Anstiegs von Geschäftsreisen zu Meetings und Events. Die Fluggesellschaften LATAM und Iberia kündigten umgehend Kapazitätserhöhungen auf den Strecken São Paulo–Paris und São Paulo–Shanghai an, während Marriott und Accor zweistellige Zuwächse bei den Hotelbuchungen von irischen und französischen Gästen meldeten. Die brasilianische Vereinigung der Geschäftsreisebüros (ABRACORP) prognostiziert, dass die acht Märkte in den nächsten 18 Monaten rund 4,2 Milliarden R$ (ca. 850 Millionen US-Dollar) in die heimische MICE-Wirtschaft einbringen könnten, sofern sich die Reisegewohnheiten vor der Pandemie wieder einstellen. Aus Compliance-Sicht müssen Unternehmen, die Mitarbeiter aus den neu visumfreien Ländern entsenden, weiterhin die kumulierten Aufenthaltstage in Brasilien überwachen: Überschreitungen gelten automatisch als Verstoß gegen Aufenthaltsbestimmungen und können mit Bußgeldern von bis zu 10.000 R$ pro Reisendem geahndet werden. Zudem sind bezahlte Tätigkeiten, technische Dienstleistungen und Medienaufträge weiterhin genehmigungspflichtig – ein Punkt, den die brasilianische Einwanderungspolizei bereits betonte, nachdem letzte Woche eine irische Filmcrew am Flughafen Rio-Galeão wegen fehlender Visakategorie abgewiesen wurde. Juristische Experten warnen außerdem, dass die visumfreie Regelung einseitig mit einer Frist von 30 Tagen widerrufen werden kann, wie es 2025 bei den USA der Fall war. Mobilitätsteams sollten daher Notfallpläne erstellen und das Amtsblatt Brasiliens auf mögliche plötzliche Änderungen aufmerksam beobachten.
Quelle: TravelTrade Today

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