
Die Polnische Agentur für Flugsicherungsdienste (PAŻP) hat am 4. März 2026 eine NOTAM (Notice to Airmen) veröffentlicht, die den Luftraum EP R130 als Sperrzone von Bodenniveau bis Flugfläche 95 über Teilen der Grenzregion Lubelskie einrichtet. Diese Zone ersetzt die auslaufende Sperrzone EP R129 und ist vom 10. März bis 9. Juni 2026 rund um die Uhr aktiv. Während die Höhenbegrenzung die Routen des kommerziellen Jetverkehrs nicht beeinträchtigt, betrifft die Einschränkung vor allem die Allgemeine Luftfahrt, Firmenhubschrauber, Drohnen und grenzüberschreitende Vermessungsflüge. Tagesflüge sind nur nach Einreichen eines Flugplans sowie bei eingeschaltetem Transponder und Funkkontakt erlaubt; Nachtflüge sind verboten, außer für staatliche, Such- und Rettungs- oder medizinisch dringende Einsätze. Laut PAŻP wurde die Maßnahme vom Operativen Kommando der Polnischen Streitkräfte aus nationalen Sicherheitsgründen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Krieg Russlands in der benachbarten Ukraine angeordnet. Der ausgewiesene Korridor umfasst auch den kleinen Flugplatz Depułtycze Królewskie, der Flüge nur nach vorheriger Abstimmung abwickeln darf. Unternehmen, die Drohnen für Infrastrukturinspektionen, Landwirtschaft oder Logistik in den betroffenen Landkreisen einsetzen, müssen ihre Einsätze neu planen oder individuelle Genehmigungen beantragen. Mobilitätsmanager, die VIP-Hubschraubertransfers zu Grenzstandorten planen, sollten zusätzliche Reisezeit über die Flughäfen Lublin oder Rzeszów einplanen. Die Verlängerung zeigt, dass die seit 2022 eingeführten ad-hoc-Luftraumkontrollen zunehmend zu einem festen Bestandteil der polnischen Sicherheitsarchitektur werden; Betreiber sollten die PAŻP-Bulletins auf mögliche Verlängerungen über Juni hinaus aufmerksam verfolgen.
Quelle: Kronika Tygodnia