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Finnische Minister drängen auf Rückführungen und Schengen-Sicherheit beim EU-Rat für Justiz und Inneres

März 7, 2026
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Finnische Minister drängen auf Rückführungen und Schengen-Sicherheit beim EU-Rat für Justiz und Inneres
Bei ihrem Treffen in Brüssel am 5. und 6. März widmeten sich die EU-Justiz- und Innenminister (JHA) einer umfangreichen Tagesordnung, die den „allgemeinen Zustand des Schengen-Raums“, freiwillige Rückführungen und den Interoperabilitätsfahrplan für Grenzsicherheitsdatenbanken nach 2026 umfasste. Finnland – vertreten durch Innenministerin Mari Rantanen am Tag der Inneren Angelegenheiten und Justizministerin Leena Meri am Justiztag – nutzte die Sitzung, um strengere Durchsetzung von Rückkehrentscheidungen zu fordern und die Idee EU-finanzierter „Rückkehrzentren“ in Drittstaaten zu unterstützen. Finnischen Angaben zufolge betonte Rantanen im Rat, dass der neue Migrationspakt der EU „darauf ankommt, ob Rückführungen tatsächlich umgesetzt werden“, und verwies darauf, dass Finnland 2025 nach Einführung beschleunigter Asylverfahren eine Rückführungsquote von 58 Prozent erreichte. Helsinki unterstützte zudem den Vorschlag Zyperns, einen speziellen Schengen-„Barometer“ einzuführen, der die Mitgliedstaaten nach ihrer Einhaltung der Außengrenzpflichten bewertet.

Finnische Minister drängen auf Rückführungen und Schengen-Sicherheit beim EU-Rat für Justiz und Inneres


Zur Schengen-Governance bestätigten die Minister einen überarbeiteten Zeitplan für das Ein- und Ausreisesystem (EES) mit einem Starttermin am 10. April 2026 und stellten fest, dass ETIAS erst Ende 2027 verpflichtend wird. Finnland informierte die Kollegen, dass 92 Prozent der Infrastruktur-Upgrades am Flughafen Helsinki-Vantaa und an den Landgrenzen abgeschlossen sind. Justizministerin Meri unterstützte unterdessen Vorschläge, Europol den leichteren Zugang zu digitalen Beweismitteln in privaten Clouds zu ermöglichen – ein Schritt, der als entscheidend im Kampf gegen organisierte Schleusernetzwerke an Finnlands Ostgrenze gilt.

Für Unternehmen, die Mitarbeiter innerhalb Europas versetzen, ergeben sich daraus zwei zentrale Punkte: Ab dem Start des EES sind an finnischen Flughäfen mit systematischeren biometrischen Kontrollen zu rechnen, und mit einer strengeren Überprüfung von Überziehungen ist zu rechnen, da die Interoperabilität der Datenbanken verbessert wird. Arbeitgeber sollten die Dauer von Entsendungen überprüfen und sicherstellen, dass Reisehistorien vor April 2026 korrekt erfasst sind.
Quelle: Council of the European Union (Consilium)

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