
Der aktuelle Wochenbericht der International Protection Accommodation Services (IPAS) vom 6. März 2026 zeigt, dass derzeit 33.137 Personen in staatlich bereitgestellten Unterkünften leben – ein leichter Rückgang gegenüber dem Jahresendstand, aber immer noch fast fünfmal so viele wie vor der Pandemie. Der Bericht umfasst die Woche bis zum 1. März 2026 und verzeichnet 179 Neuankömmlinge, im Durchschnitt 26 pro Tag. Alleinstehende Männer stellen mit 49 % die größte Gruppe, gefolgt von Kindern mit 21 %. Nigeria, Somalia und Pakistan führen die Liste der Nationalitäten an, während Dublin City, Süd-Dublin und Sligo die höchste Belegungsdichte aufweisen. Die Notfallkapazität im Citywest Transit Hub liegt bei 6.942 Personen – ein Hinweis darauf, dass die Ende 2023 eingerichteten Notbetten inzwischen halb-permanente Einrichtungen geworden sind. Für die Politik unterstreichen diese Zahlen die Herausforderung, die Aufnahmefähigkeit vor dem Auslaufen der Richtlinie zum vorübergehenden Schutz im Jahr 2027 zu erhöhen. Die Regierung arbeitet mit Hochdruck daran, die Unterbringung durch das Programm „Offer a Home“ für bereitgestellte Immobilien und ein neu gestartetes Modulbauprogramm zu diversifizieren, doch Planungsprobleme und lokaler Widerstand verzögern die Umsetzung weiterhin. Auch Unternehmensverlagerungsprogramme spüren die Auswirkungen: Da Kurzzeit-Hotels vom Staat blockgebucht sind, berichten Berater von steigenden Preisen und eingeschränkter Verfügbarkeit für temporäre Unterkünfte von Entsandten, besonders in der Region Dublin und Cork. Einige Arbeitgeber reagieren darauf, indem sie die Starttermine der Einsätze staffeln oder längere Phasen des Homeoffice vereinbaren, bis eine dauerhafte Unterkunft gesichert ist. Die IPAS-Daten werden Ende des Monats im Kabinettsausschuss für Wohnen und Migration diskutiert, wo Minister voraussichtlich einen umstrittenen Vorschlag beraten, die Aufenthaltsdauer in Aufnahmeeinrichtungen für alleinstehende Erwachsene mit erstinstanzlicher Ablehnung auf 18 Monate zu begrenzen – eine Maßnahme zur Kapazitätsfreigabe, die von NGOs angesichts der aktuellen Berufungsrückstände als verfrüht kritisiert wird.