
Da das EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) am 10. April in Betrieb genommen wird, hat das britische Außenministerium am 9. März seine Reisehinweise aktualisiert und vor den bereits laufenden biometrischen Testverfahren in der Schweiz, Deutschland und vier weiteren Schengen-Staaten gewarnt. Britische Passinhaber, die per Flugzeug oder Land ankommen, werden zur Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsscans aufgefordert, was an einigen Flughäfen zu Wartezeiten von bis zu 45 Minuten führt. Die Warnung empfiehlt Reisenden, darauf zu achten, dass ihre Pässe mindestens drei Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus gültig sind, und erinnert Vielreisende daran, dass das EES automatisch die Aufenthaltsdauer im Schengen-Raum zählt und somit die bisherige „90/180“-Regelung für Visa-Umgehungen entfällt. Fluggesellschaften könnten mit Bußgeldern belegt werden, wenn sie Passagiere an Bord nehmen, die nach Einführung des Systems überziehen. Geschäftsreisende sollten ihre Mitarbeiter auf längere Ankunftszeiten während der Oster-Hauptreisezeit vorbereiten und Erstnutzer des EES empfehlen, zusätzliche Zeit für Anschlussverbindungen einzuplanen. Diese Warnung kommt zusätzlich zur britischen ETA-Pflicht, sodass bis Mitte 2026 die meisten Kanalüberquerungen zwei digitale Genehmigungen erfordern werden.
Quelle: Schengen90 Travel News
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