
Inhaber eines irischen Reisepasses, die Reisen nach Brasilien zu touristischen Zwecken, Konferenzen oder kurzen Geschäftstreffen planen, benötigen künftig kein Besuchervisum mehr. Das brasilianische Tourismusministerium bestätigte am 11. März, dass die Verordnung 18/2026 im Rahmen der Strategie „Open Doors 2026“ eine visumfreie Einreise von 90 Tagen pro Jahr mit der Möglichkeit einer 60-tägigen Verlängerung erlaubt. Die Änderung hebt die bisherigen Anforderungen an ein E-Visum sowie Konsularsticker auf, die bisher Kosten verursachten und eine Bearbeitungszeit von zwei bis drei Wochen mit sich brachten. Reisende müssen weiterhin einen mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, einen Nachweis über die Weiterreise sowie ausreichende finanzielle Mittel vorlegen. Jede Beschäftigung, die über kurze Geschäftstreffen hinausgeht, erfordert weiterhin ein entsprechendes Arbeitsvisum. Irische Reiseveranstalter erwarten einen Buchungsanstieg, während Unternehmen mit Interessen in Lateinamerika von günstigeren und flexibleren Reisemöglichkeiten für Marktbesuche, Due-Diligence-Prüfungen bei M&A und Messebesuche ausgehen. Fluggesellschaften prüfen Berichten zufolge Direkt- oder One-Stop-Verbindungen zwischen Irland und Brasilien; der Irish Examiner berichtete kürzlich, dass ein Luftverkehrsabkommen den Weg für künftige Flüge Dublin–São Paulo ebnen könnte. Praktischer Hinweis: Mobility-Teams sollten die Reiserichtlinien aktualisieren, Reisende über die 90/180-Tage-Regel informieren und daran erinnern, dass bezahlte Arbeit, auch aus der Ferne, weiterhin arbeitsrechtliche Genehmigungen erfordert. Unternehmen, die Veranstaltungen in Brasilien ausrichten, sollten die erleichterte Einreise bei Einladungen an irisch ansässige Teilnehmer hervorheben.
Quelle: Travel And Tour World