
Das Interesse an Karrieren im EU-Beamtendienst ist stark gestiegen: Über 1.700 irische Staatsbürger haben sich für den AD5-Generalistenwettbewerb des Europäischen Personalauswahlamts (EPSO) beworben, der am 10. März endete. Der Staatsminister für Europäische Angelegenheiten und Verteidigung, Thomas Byrne, begrüßte die „rekordverdächtige“ Resonanz in einer Pressemitteilung vom 11. März und stellte fest, dass Irland nun auf EU-Ebene pro Kopf den 10. Platz bei den Bewerbungen einnimmt. Der AD5-Wettbewerb – der erste seit 2019 – wird eine Reserve-Liste von etwa 1.500 erfolgreichen Kandidaten für feste Stellen in der Europäischen Kommission und anderen Institutionen erstellen. Die irische Regierung hat im Rahmen ihrer Strategie „Karriere für die EU“ von 2022 in kostenlose Übungstests, Webinare und Interview-Coachings investiert, um die Zahl irischer Beamter in Brüssel zu erhöhen. Warum das für globale Mobilität wichtig ist: Eine irische Präsenz in den EU-Institutionen verschafft multinationalen Unternehmen mit Sitz in Irland bessere Einblicke in bevorstehende politische Veränderungen, während zurückkehrende Beamte tiefgehendes regulatorisches Know-how in den Privatsektor zurückbringen. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter auf den EPSO-Zeitplan hinweisen: Die computergestützten Tests finden noch in diesem Jahr statt, gefolgt von Assessment-Centern, die endgültige Auswahlliste wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Erfolgreiche Kandidaten müssen nach Brüssel, Luxemburg oder Straßburg umziehen, was für die Personalabteilungen eine sorgfältige Planung der Auslandseinsätze erfordert. Irische Absolventen und Fachkräfte in der Mitte ihrer Karriere, die an einer EU-Mobilität interessiert sind, können weiterhin von den „Karriere für die EU“-Unterstützungen profitieren, darunter Sprachstipendien und Mentoring, auch außerhalb großer Wettbewerbe. Unternehmen wird empfohlen, ihre Versetzungsrichtlinien zu überprüfen, damit Mitarbeiter, die in das EU-Personalverzeichnis aufgenommen werden, freigestellt werden können, ohne den Geschäftsbetrieb zu stören.