
Tausende Nicht-EU-Bewohner in Irland berichten, dass monatelange Verzögerungen bei der Erneuerung der Irish Residence Permits (IRPs) ihre Arbeits-, Reise- und Grundversorgungsrechte gefährden. Laut Berichten des Dublin Inquirer vom 11. März liegt die Bearbeitung der Online-Anträge durch die Immigration Service Delivery (ISD) Einheit in Dublin derzeit bei rund 68.000 Anträgen, wobei aktuell nur Fälle vom 6. Dezember 2025 bearbeitet werden. Da ein gültiges IRP die Grundlage für nahezu alle weiteren Genehmigungen – von PPS-Nummern bis zu Führerscheinen – bildet, sind viele Arbeitnehmer durch abgelaufene Karten arbeitsunfähig, und Familien können das Land im Notfall nicht verlassen. Ein Antragsteller berichtete, er sei seit Wochen arbeitslos, während er auf die Erneuerung der IRP seiner Frau wartet; ein anderer konnte seinen Führerschein, den er nach bestandener Prüfung erworben hatte, nicht abholen. Arbeitgeber dürfen Mitarbeiter zwar technisch gesehen bis zu 12 Wochen nach Ablauf des IRP weiter beschäftigen, doch berichten Betroffene von uneinheitlicher Umsetzung dieser Regelung. Die Frustration entlädt sich nun auf der Straße: Die Migrantengruppe Kranthi Ireland ruft für Donnerstag, den 12. März, zu einer Protestaktion vor dem Registrierungsbüro am Burgh Quay auf und fordert zusätzliche ISD-Ressourcen sowie die Wiedereinführung einer „Reisebestätigung“, die die Wiedereinreise nach Irland mit abgelaufenem IRP und Nachweis der Erneuerung ermöglichte. Diese temporäre Bestätigung lief am 28. Februar aus und strandete einige Migranten im Ausland. Für Manager im Bereich globale Mobilität stellt der Rückstau ein ernsthaftes Risiko für die Geschäftskontinuität dar. Mitarbeiter mit Stamp 1G und General Employment Permits können ohne gültiges IRP keine neuen Stellen antreten oder geschäftlich reisen, weshalb Unternehmen ihre Notfallpläne überprüfen, Projektzeitpläne anpassen und Homeoffice-Lösungen in Betracht ziehen sollten. Einwanderungsberater empfehlen, Erneuerungsanträge so früh wie möglich (bis zu drei Monate vor Ablauf) einzureichen und den Nachweis der Antragstellung sorgfältig zu dokumentieren, falls Arbeitgeber oder Vermieter den rechtlichen Status hinterfragen.
Quelle: Dublin Inquirer