
Um Geschäftsreisende zurück auf die Schiene zu locken und Engpässe im Olympia-Jahr zu entschärfen, hat der französische Staatsbahnbetreiber SNCF am 11. März Fahrkarten für Reisen zwischen dem 4. Juli und dem 12. Dezember 2026 freigegeben – ein deutlicher Sprung über den bisherigen Drei-Monats-Verkaufshorizont hinaus. Nach einem erfolgreichen Testlauf auf südöstlichen Strecken gilt die landesweite Ausweitung nun für alle TGV Inoui-Verbindungen. Die SNCF betont, dass das erweiterte Buchungsfenster Firmenplanern ermöglicht, günstigere Tarife frühzeitig zu sichern und besser mit Unterkunfts- und Meetingplänen abzustimmen. Zusätzliche Sitzplätze werden auf den Korridoren Paris–Marseille, Paris–Nizza und in den Alpenregionen bereitgestellt, während die Wochenendfrequenzen nach La Rochelle und Quimper zur Deckung der Nachfrage im Inlandstourismus erhöht werden. Für Mobilitätsmanager bietet die Änderung eine Absicherung gegen schwankende Flugpreise angesichts wiederkehrender Streiks bei Fluggesellschaften und EES-bedingter Grenzunsicherheiten. Unternehmen mit großen Expat-Gemeinschaften an der Côte d’Azur können Familienheimreisen nun Monate im Voraus buchen, was die Gehaltsabrechnung vereinfacht und teure Last-Minute-Tarife minimiert. Reisemanagement-Teams sollten ihre Self-Booking-Tools an die längeren Buchungshorizonte anpassen und Genehmigungsschwellen, die bisher auf drei Monate ausgelegt waren, überarbeiten. Personalabteilungen könnten zudem Volumenverträge mit der SNCF neu verhandeln, da Frühbucherpreise Flugverbindungen zwischen Paris und den Provinzen um 40 bis 60 Prozent unterbieten können.
Quelle: The Local France