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Erster Staatsbesuch aus Nigeria seit 37 Jahren eröffnet Gespräche über Mobilitätskorridor zwischen Großbritannien und Nigeria

März 19, 2026
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Erster Staatsbesuch aus Nigeria seit 37 Jahren eröffnet Gespräche über Mobilitätskorridor zwischen Großbritannien und Nigeria
Präsident Bola Ahmed Tinubu traf am 18. März in Windsor ein, zur ersten offiziellen Staatsvisite eines nigerianischen Präsidenten im Vereinigten Königreich seit 1989. Buckingham Palace und das Außenministerium betonen, dass diese Reise darauf abzielt, die bilateralen Beziehungen „neu zu justieren und zu modernisieren“. Während die zeremoniellen Höhepunkte – darunter ein von König Charles ausgerichtetes Iftar-Staatsbankett zur Würdigung des Ramadan – die Schlagzeilen dominierten, lag der Fokus hinter den Kulissen klar auf der Förderung der Mobilität zwischen den Menschen.

Außenminister David Lammy bestätigte, dass bereits Gespräche über eine UK-Nigeria Jugendmobilitäts- und Qualifikationspartnerschaft laufen, die jährlich bis zu 5.000 zweijährige Working-Holiday-Visa für nigerianische Hochschulabsolventen im Alter von 18 bis 30 Jahren ermöglichen könnte – ähnlich den bestehenden Programmen mit Indien und Japan. Zudem wird an einer Vereinfachung der Anträge für kurzfristige Geschäftsreisen gearbeitet, unter anderem durch die Einführung von Prioritätsbearbeitungsfenstern in Lagos und Abuja sowie die Anerkennung des neuen biometrischen nigerianischen E-Passes als sicheres Reisedokument.

Erster Staatsbesuch aus Nigeria seit 37 Jahren eröffnet Gespräche über Mobilitätskorridor zwischen Großbritannien und Nigeria


Für britische Arbeitgeber, insbesondere in den Bereichen Fintech, Öl- und Gasdienstleistungen sowie Gesundheitswesen, wäre der erleichterte Zugang zu Nigerias schnell wachsendem Talentpool ein großer Gewinn. Die Confederation of British Industry schätzt, dass unbesetzte Stellen im digitalen Technologiesektor der britischen Wirtschaft jährlich 10 Milliarden Pfund kosten; Nigeria produziert mehr Absolventen in MINT-Fächern als jede andere afrikanische Nation. Umgekehrt will Großbritannien nach dem pandemiebedingten Einbruch den hochwertigen Tourismus und die Einschreibungen an Universitäten aus der größten afrikanischen Volkswirtschaft steigern.

Die beiden Regierungen unterzeichneten zudem ein Memorandum of Understanding für zusätzliche Flugverbindungen auf den Strecken London–Lagos und Manchester–Abuja und erklärten sich bereit, die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen in den Bereichen Ingenieurwesen und Buchhaltung zu prüfen. Details zum Pilotprojekt der Jugendmobilität werden voraussichtlich beim UK-Africa Investment Summit im Juli vorgestellt.

Mobilitätsexperten sollten jedoch genau auf die Bedingungen achten: Das Innenministerium deutete an, dass erfolgreiche Bewerber möglicherweise 3.000 Pfund als Nachweis für ihren Lebensunterhalt vorlegen und eine Hochschulqualifikation nachweisen müssen – strengere Anforderungen als bei den meisten bestehenden Jugendmobilitätsprogrammen.
Quelle: Breaking UK News subreddit / Royal coverage

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