
Ein aktualisiertes Betriebsbulletin von AirHelp vom frühen 12. März zeigt, dass Reisende aus Großbritannien weiterhin unter den Folgen der Sperrung des Luftraums im Golf leiden. Die Daten vom 10. März verzeichnen 42 Flugausfälle und etwa 146 Verspätungen an den Flughäfen Heathrow, Manchester, Birmingham, Edinburgh und Glasgow. Besonders betroffen sind British Airways, EasyJet, Emirates und Air France. Während einige Störungen auf lokale Wetterbedingungen und europäische Flugverkehrskontrollbeschränkungen zurückzuführen sind, liegt der Großteil an Langstreckenflugzeugen und Crews, die durch Umwege um Iran, Irak und Israel bis zu zwei Stunden längere Flugzeiten hatten und dadurch aus dem Zeitplan geraten sind. Emirates musste beispielsweise zwei Flüge von Birmingham nach Dubai streichen, weil die zulässigen Dienstzeiten überschritten wurden, und British Airways kürzte Kurzstreckenflüge, um Kapazitäten für die stark belasteten Langstreckenverbindungen freizumachen. Aus Compliance-Sicht müssen Mobilitätsteams die Mitarbeiter daran erinnern, dass EU-261-Entschädigungsansprüche in solchen Fällen meist nicht greifen: Außergewöhnliche Umstände wie Luftraumsperrungen befreien die Fluggesellschaften, dennoch sind sie verpflichtet, Betreuung, Umbuchungen oder Rückerstattungen anzubieten. Bei Verbindungen mit getrennten Tickets sollten Reisende die Mindestumsteigezeiten genau prüfen, da ein verpasster Selbsttransfer durch eine Verspätung im ersten Flug zum Verlust des Anschlussfluges führen kann. Für die Zukunft rechnen die Airlines mit fortlaufenden Flugplanänderungen mindestens bis Mitte März. Personal- und Reisemanagement sollten Echtzeit-Benachrichtigungen an reisende Mitarbeiter senden und die Nutzung von Airline-Apps für automatische Umbuchungen fördern. Für besonders wichtige Einsätze empfiehlt es sich, flexible Tarife zu buchen oder Routen auf Partner innerhalb von Allianzen aufzuteilen, um Optionen offen zu halten.
Quelle: AirHelp
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