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Britische Aktivisten fordern Maßnahmen, nachdem die VAE britische Touristen wegen „Raketen-Videos“ festnehmen

März 31, 2026
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Britische Aktivisten fordern Maßnahmen, nachdem die VAE britische Touristen wegen „Raketen-Videos“ festnehmen
Die britische Nichtregierungsorganisation „Detained in Dubai“ wirft der britischen Regierung vor, den mindestens fünf in Dubai festgehaltenen britischen Staatsangehörigen unter dem strengen Cybercrime-Gesetz der VAE von 2021 nur „minimale konsularische Unterstützung“ zu bieten. Die Inhaftierten wurden festgenommen, weil sie Handyvideos von iranischen Raketen- und Drohnenangriffen, die seit Ende Februar die Emirate treffen, veröffentlicht oder sogar nur besessen hatten. Radha Stirling, CEO der Organisation, erklärte am 30. März gegenüber ITV News, dass bis zu 70 Briten letztlich mit Anklagen rechnen müssten. Nach Artikel 44 des Cybercrime-Gesetzes drohen für das Teilen „inoffizieller“ Bilder von Militäreinsätzen Haftstrafen von bis zu zwei Jahren, Geldbußen von 200.000 AED (ca. 42.000 GBP) sowie verpflichtende Ausweisung für Ausländer. Das Gesetz gilt gleichermaßen für Touristen, Geschäftsreisende und Expatriates – ein Umstand, der vielen Besuchern nicht bewusst ist. Die Festnahmen erfolgen vor dem Hintergrund strenger Informationskontrollen, die nach der angeblichen Abwehr von über 400 ballistischen Raketen und 1.900 Drohnen über den VAE im vergangenen Monat eingeführt wurden. Der Generalstaatsanwalt der VAE warnte, dass jeder, der Bilder von „Einsatzorten oder Schäden“ veröffentlicht, „ohne Nachsicht“ strafrechtlich verfolgt werde. Die britische Botschaft warnt Besucher inzwischen ausdrücklich davor, Luftabwehraktivitäten oder Einschlagsstellen zu filmen. Für Manager im Bereich Geschäftsreisen und Mobilität ist der Vorfall eine deutliche Mahnung, dass akzeptables Verhalten in sozialen Medien je nach Rechtsraum stark variiert. Vor der Abreise sollten die strafrechtlichen Risiken beim Fotografieren von Sicherheitsvorfällen in den VAE klar kommuniziert werden, und Unternehmen könnten ihre Richtlinien zum „Bring Your Own Device“ für Mitarbeiter im Ausland verschärfen. Reisende sollten zudem stets die 24/7-Kontaktdaten ihrer Botschaft oder eines Krisenmanagement-Anbieters bereithalten, falls es zu einer Festnahme kommt. Langfristig könnte der Vorfall das Image der VAE als reibungslosen Standort für westliche Unternehmen beeinträchtigen. „Detained in Dubai“ drängt London, klarere Garantien für ein faires Verfahren für ausländische Staatsangehörige auszuhandeln, während britische Versicherer bereits die Kosten für Entführungs- und Haftschutz für regionale Entsandte überprüfen.
Quelle: ITV News

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