
Das Außenministerium (MEA) bestätigte heute, dass mehr als 200 indische Staatsbürger, die vor dem Konflikt im Iran fliehen, dank eines humanitären Transitkorridors, der mit Aserbaidschan ausgehandelt wurde, über Baku nach Hause zurückgekehrt sind. Der erste Evakuierungsflug, durchgeführt von Air India Express, landete am späten Montagabend in Ahmedabad. Die offene Luftraumpolitik Aserbaidschans und die Nähe zur nördlichen Grenze des Iran machten Baku zu einem idealen Ausgangspunkt, nachdem Direktflüge aus Teheran eingeschränkt wurden. Indische Staatsangehörige wurden von Tabriz und Qom zum Grenzübergang Astara gebracht, wo ein vereinfachtes Visa-on-Arrival-Verfahren – inklusive Gebührenbefreiung und biometrischer Erfassung – ihnen ermöglichte, innerhalb von sechs Stunden Anschlussflüge zu nehmen. Das MEA hat ein vierköpfiges Konsularteam am internationalen Flughafen Heydar Aliyev stationiert, um Notreisedokumente auszustellen und medizinische Untersuchungen zu koordinieren. Priorität haben Studenten und medizinische Touristen, von denen viele kurz vor Ablauf ihrer Visa standen. Auch Firmen-Evakuierungen laufen: Larsen & Toubro und Tata Projects haben Charterbusse für 150 Ingenieure organisiert. Risikomanagement-Firmen empfehlen Unternehmen mit noch im Iran befindlichem Personal, diese in Städten nahe Aserbaidschan oder Armenien vorzuhalten, wo Landwege offen bleiben. Die erfolgreiche Nutzung Aserbaidschans als Transit-Hub unterstreicht die Bedeutung von sekundären Evakuierungsplänen in Unternehmensmobilitätsstrategien. Das MEA führt Gespräche mit Georgien und Turkmenistan, um bei einer Eskalation des Konflikts weitere Korridore einzurichten.
Quelle: Asia News International
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