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Schengen digitalisiert Grenzen: EU bestätigt Start des biometrischen Ein- und Ausreisesystems am 10. April

Apr. 2, 2026
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Schengen digitalisiert Grenzen: EU bestätigt Start des biometrischen Ein- und Ausreisesystems am 10. April
Die Europäische Kommission hat offiziell bestätigt, dass das lang erwartete Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU am 10. April vollständig in Betrieb genommen wird. Damit entfallen manuelle Passstempel für Nicht-EU-Reisende in 29 Ländern, darunter auch Frankreich. Die Ankündigung, die vor 14 Stunden veröffentlicht wurde, markiert den letzten Meilenstein einer schrittweisen Einführung, die im Oktober 2025 begann und bereits über 45 Millionen Grenzübertritte erfasst hat.

Im Rahmen des EES werden bei der ersten Einreise von Drittstaatsangehörigen Gesichtsaufnahmen und Fingerabdrücke erfasst und bei späteren Grenzübertritten mit dem Reisedokument abgeglichen. Die Datenbank berechnet automatisch die verbleibenden visafreien Tage und meldet Überziehungen – eine Funktion, die laut französischer Grenzpolizei die Entscheidungen an stark frequentierten Knotenpunkten wie CDG und Port Bou erleichtern wird.

Schengen digitalisiert Grenzen: EU bestätigt Start des biometrischen Ein- und Ausreisesystems am 10. April


Frühe Daten zeigen Sicherheitsvorteile – seit dem Pilotstart wurden 24.000 Einreiseverweigerungen registriert – weisen aber auch auf operative Herausforderungen hin. Branchenverbände (ACI Europe, A4E) berichten von bis zu zweistündigen Wartezeiten an einigen Flughäfen und haben Brüssel um vorübergehende Ausnahmen gebeten. Die Kommission antwortete, dass Mitgliedstaaten „gezielte Maßnahmen“ ergreifen können, der Starttermin jedoch feststeht.

Für Geschäftsreisende und globale Mobilitätsteams ergeben sich sofortige praktische Folgen. Unternehmen sollten Vielflieger aus visafreien Ländern (USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Japan) darauf hinweisen, mehr Zeit einzuplanen und die Fingerabdrücke sauber zu halten (Tinte und Verletzungen stören die Sensoren). Firmen mit Pendlern an den französisch-schweizerischen oder französisch-spanischen Grenzen sollten beachten, dass auch Landgrenzkontrollen biometrische Tore aktivieren, was die Fahrzeiten verlängern kann.

Der Start des EES ist zudem Voraussetzung für ETIAS, die elektronische Reisegenehmigung im Wert von 20 Euro, die Ende 2026 eingeführt wird. Reisende, die regelmäßig visafrei nach Frankreich einreisen, sollten sich jetzt vorbereiten: Sobald ETIAS aktiv ist, muss eine genehmigte Reisegenehmigung vor dem Check-in mit dem Reisepass verknüpft werden.
Quelle: Greek City Times

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