
Da mit Staus auf den Straßen und Kraftstoffrationierungen bei den Fluggesellschaften gerechnet wird, hat der Bahnbetreiber Trenitalia Tper seine Kapazitäten in der Emilia-Romagna verstärkt. Am 3. April bestätigte das Unternehmen zusätzliche 117 Verbindungen – das entspricht mehr als 70.000 zusätzlichen Sitzplätzen – im Zeitraum vom 28. März bis 2. Juni. Der Großteil der Verstärkungen konzentriert sich auf Freizeitstrecken: Bologna–Rimini, Rimini–Riccione–Cattolica entlang der Adriaküste sowie die Via Emilia, die Bologna, Modena, Reggio Emilia, Parma und Piacenza verbindet (mit einigen Verlängerungen bis nach Mailand). Auch auf der Strecke Bologna–Prato werden zusätzliche Züge eingesetzt, um Tagesausflügler und Pendler aus Florenz zu bedienen. Jeder Zug verfügt über Fahrradständer, Gepäckraum und Ladestationen für E-Bikes – ganz im Sinne der regionalen Förderung des klimafreundlichen Tourismus. Täglich werden mehr als 30 Mitarbeiter an Bord und in den Bahnhöfen eingesetzt, um den Ansturm zu bewältigen. Trenitalia berichtet, dass inzwischen über ein Drittel der regionalen Fahrgäste aus Freizeitgründen unterwegs ist, was die wachsende Bedeutung der Bahn für die inneritalienische Mobilität unterstreicht. Für Teams, die Firmenumzüge organisieren, ist die Botschaft klar: Die Regionalbahn bleibt eine verlässliche Alternative, wenn Kurzstreckenflüge ausfallen und Mietwagen durch steigende Kraftstoffpreise teurer werden. Arbeitgeber mit Pendlern zwischen Emilia-Romagna und Lombardei können die erhöhte Zugfrequenz nutzen, um Projekte auch während der langen Feiertagszeit planmäßig durchzuführen.
Quelle: ANSA