
Das Verteidigungsministerium hat eine Reiseinformation für Mitglieder der kanadischen Streitkräfte (CAF) und zivile Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums herausgegeben, die erläutert, wie das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) Europas sowie das kommende European Travel Information and Authorisation System (ETIAS) offizielle und private Reisen beeinflussen werden. Die Mitteilung vom 10. April 2026 betont, dass CAF-Personal und deren Familien bei Inbetriebnahme der biometrischen Systeme am 26. April 2026 Nachweise über den NATO-SOFA-Status oder andere Ausnahmen mitführen müssen. Das EES ersetzt die manuelle Passstempelung durch eine zentrale EU-Datenbank, die biometrische Daten und die genauen Aufenthaltszeiten im Schengen-Raum erfasst. ETIAS, das später 2026 eingeführt wird, verlangt eine Reisegenehmigung im Vorfeld, vergleichbar mit dem US-ESTA. Viele Militärreisende sind zwar von der Pflicht befreit, müssen diese Ausnahmen jedoch aktiv an den Grenzübergängen vorweisen; andernfalls drohen Einreiseverweigerungen, Bußgelder oder sogar Einreiseverbote. Das Verteidigungsbulletin empfiehlt, sich mit der CANFORGEN 048/26 vertraut zu machen (verfügbar im sicheren DND-Netzwerk) und stets NATO-Befehle, Militärausweis sowie gegebenenfalls SOFA-Bescheinigungen für Angehörige mitzuführen. Zudem wird geraten, mehr Zeit am Flughafen einzuplanen, da die Grenzbeamten in Frankreich, Deutschland und Italien verstärkt geschult werden. Die Mitteilung erinnert alle kanadischen Organisationen mit Mitarbeitern auf dem Weg nach Europa – nicht nur das Militär – daran, dass die Einreisebestimmungen bald strenger und datenbasiert sein werden. Reiseverantwortliche in Unternehmen sollten ihre Checklisten aktualisieren, um ETIAS-Anträge (voraussichtliche Gebühr: 7 €) einzubeziehen und die 90/180-Tage-Schengenregel zu beachten, die das EES künftig automatisch überwacht.
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