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EU führt Ein- und Ausreisesystem ein: Neue Grenzkontrollen für kanadische Reisende ab 10. April

Apr. 10, 2026
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EU führt Ein- und Ausreisesystem ein: Neue Grenzkontrollen für kanadische Reisende ab 10. April
Kanadische Touristen und Geschäftsreisende erlebten heute Morgen eine völlig veränderte Schengen-Grenze. Seit dem 10. April 2026 um 00:01 MESZ ist das lang geplante Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union an allen Land-, See- und Luftgrenzen der 29 Schengen-Staaten in Betrieb. Das Stempeln von Pässen gehört der Vergangenheit an; stattdessen erfolgt nun ein schneller biometrischer Scan (Fingerabdrücke und Gesichtsbild) und es wird eine elektronische Aufzeichnung jeder Ein- und Ausreise erstellt, die drei Jahre lang gespeichert wird. Für Kanadier, die visumfrei für Kurzaufenthalte reisen, ist das EES der erste Schritt der EU hin zu einem umfassenderen digitalen Grenzmanagement. Reisende müssen ihren Pass in einen automatisierten Kiosk einlegen und sich einer Live-Gesichtserfassung unterziehen; der Vorgang dauert beim ersten Mal 30 bis 45 Sekunden, bei späteren Reisen unter 15 Sekunden. Fluggesellschaften, darunter Air Canada, haben vor dem Abflug zusätzliche Fragen in ihre Online-Check-in-Prozesse integriert, um sicherzustellen, dass Passagiere über die neue Regelung informiert sind. Die größte operative Neuerung ist die automatische Berechnung der erlaubten Aufenthaltsdauer gemäß der 90/180-Tage-Regel. Überziehungen werden nun sofort erkannt, und Fluggesellschaften, die nicht berechtigte Passagiere befördern, können mit bis zu 10.000 Euro pro Reisendem bestraft werden. Mobilitätsmanager müssen daher die Reisetage ihrer Mitarbeiter deutlich genauer überwachen; die EU-Grenzbehörden erklärten gegenüber Travel and Tour World, dass „die Ausrede eines fehlenden Passstempels nicht mehr gilt.“ Zwei weitere Kontrollstufen stehen noch bevor. Noch in diesem Jahr müssen Fluggesellschaften die Vorausreisendeninformationen (API) direkt in die EES-Datenbank übermitteln, und Mitte 2026 wird die separate ETIAS-Reisegenehmigung eingeführt, die eine Sicherheitsüberprüfung vor der Reise ähnlich der kanadischen eTA ergänzt. Unternehmen mit häufig reisenden Mitarbeitern sollten ihre Reisegenehmigungsverfahren jetzt anpassen, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter nach Einführung von ETIAS die Genehmigung rechtzeitig erhalten und ihre EES-Aufenthaltszeiten im erlaubten Rahmen bleiben. Während das neue System für die meisten regelkonformen Reisenden kürzere Wartezeiten verspricht, berichten erste Erfahrungen aus den Flughäfen Paris und Frankfurt von Engpässen bei Familien, die mit den Kiosken noch nicht vertraut sind, insbesondere während des morgendlichen Berufsverkehrs. Der kanadische Handelskommissar empfiehlt Reisenden, bis zum Ende der Sommersaison 30 Minuten mehr Zeit einzuplanen, und rät Firmenreiseteams, vor Abreisen Schulungsvideos zu verbreiten.
Quelle: Travel and Tour World

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