
In einem ausführlichen Faktenblatt, das am 10. April veröffentlicht wurde, erklärte das Weiße Haus, dass die USA eine „historisch niedrige“ Anerkennungsquote für Asylanträge von nur 7 % erreicht haben – ein Rückgang von etwa 50 % vor zwei Jahren. Verantwortlich für den Einbruch der Bewilligungsraten sei eine umfassende Reform des Executive Office for Immigration Review (EOIR), die eine beschleunigte Fallbearbeitung, die Entlassung von fast 100 Einwanderungsrichtern und die vorübergehende Ernennung zahlreicher Militär-Judge Advocate Generals umfasst. Laut Angaben der Regierung erließen die Einwanderungsgerichte im Haushaltsjahr 2025 fast 500.000 Abschiebebescheide – 57 % mehr als im Vorjahr – und bearbeiteten Hunderttausende von Rückständen. Über 60 % der Abschiebebescheide wurden in Abwesenheit erlassen, weil Antragsteller nicht zu den Anhörungen erschienen, eine Zahl, die Kritiker als Ausdruck von Angst vor Inhaftierung und eingeschränktem Zugang zu Rechtsbeistand interpretieren, nicht als Missbrauch des Systems. Immigrantenrechtsgruppen kritisierten die Ankündigung scharf und argumentierten, dass Verfahrensgarantien zugunsten reiner Abschiebestatistiken geopfert würden. Sie verweisen auf EOIR-Richtlinien, die es Richtern erlauben, schlecht dokumentierte Asylanträge ohne vollständige Anhörung abzuweisen, und weisen darauf hin, dass die meisten der im letzten Jahr entlassenen Richter überdurchschnittlich hohe Anerkennungsquoten hatten. Das Merit Systems Protection Board stimmte kürzlich der Ansicht der Regierung zu, dass Einwanderungsrichter „untergeordnete Beamte“ seien, die ohne Angabe von Gründen entlassen werden können – eine Interpretation, die derzeit angefochten wird. Für Arbeitgeber und Universitäten, die ausländische Talente fördern, erhöht sich dadurch der Druck bei humanitären Schutzmöglichkeiten. Mitarbeiter, die ihren vorübergehenden Schutzstatus verlieren, oder Studierende, deren Asylanträge abgelehnt werden, könnten ihre Arbeitserlaubnis verlieren, was Unternehmen I-9-Strafen einbringen kann. Personalabteilungen wird geraten, die Ablaufdaten der Arbeitserlaubnisse von Mitarbeitern mit laufenden Asylverfahren genau zu überprüfen. Anwälte empfehlen Asylsuchenden, frühzeitig Rechtsbeistand zu suchen, umfangreiche Nachweise zur Lage im Herkunftsland zu sammeln und sich auf mögliche Abweisungen vorzubereiten. Mit mehr als 2,4 Millionen noch anhängigen Asylanträgen deutet die Statistik der Regierung auf ein schlankeres, aber deutlich härteres Entscheidungssystem hin, in dem gründliche Vorbereitung und die Teilnahme an jeder Anhörung unerlässlich sind.
Quelle: ClinchLaw Immigration News
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