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Brasilien stellt landesweit vollständige Passdienste nach Streik der Bundespolizei wieder her

Apr. 12, 2026
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Brasilien stellt landesweit vollständige Passdienste nach Streik der Bundespolizei wieder her
Nach fast drei Wochen mit eingeschränktem Betrieb bestätigte die brasilianische Bundespolizei (PF) am 11. April 2026, dass alle 113 Passausgabestellen des Landes wieder voll einsatzfähig sind. Die Ankündigung beendet den Rückstau, der entstanden war, als PF-Beamte Ende März und Anfang April zu 24-Stunden-Streiks aufriefen, um Reformen der Karrierewege und Überstundenvergütungen zu fordern. Während des Höhepunkts des Konflikts wurden über 185.000 Termine verschoben, und die Wartezeit für einen regulären Pass verlängerte sich in São Paulo und Brasília auf bis zu sechs Wochen. Wirtschaftsverbände, Fluggesellschaften und Reiseunternehmen hatten intensiv auf eine schnelle Lösung gedrängt und gewarnt, dass die Verzögerungen Unternehmen zwangen, internationale Einsätze abzusagen oder umzuleiten, Heimaturlaube von Expatriates zu verschieben und Investorenveranstaltungen zu verpassen. Das Tourismusministerium schätzte, dass der Streik der Wirtschaft täglich rund 40 Millionen R$ an entgangenen Auslandsreisen und Ausgaben von Besuchern kostete, die aufgrund der Passprobleme nicht reisen konnten. Um den Rückstau abzubauen, genehmigte die PF Überstunden, setzte Konsularbeamte von ruhigeren Grenzposten um und testete erstmals eine mobile Erfassungseinheit, die Unternehmensstandorte in Campinas und Curitiba anfuhr, um biometrische Daten in großer Zahl zu erfassen. Antragsteller mit als „mission-kritisch“ eingestuften Reisen (medizinisch, humanitär oder geschäftlich mit nachgewiesenem finanziellem Schaden) erhielten bevorzugte Termine innerhalb von 48 Stunden. Die Wiederaufnahme des regulären Betriebs kommt besonders für multinationale Unternehmen zum richtigen Zeitpunkt: Im April werden viele globale Mobilitätsprogramme abgeschlossen und Sommerumzüge sowie Erkundungsbesuche geplant. Reiseberater empfehlen HR-Teams, die Terminverfügbarkeit über das während des Streiks still eingeführte neue Portal „Agenda Passaporte 2.0“ der PF zu überwachen und mindestens zehn Arbeitstage für die Ausstellung einzuplanen, bis der Rückstau vollständig abgebaut ist. Langfristig hat der Vorfall die Forderungen nach einer Auslagerung von Teilen des Passprozesses – wie es Nachbarländer Chile und Argentinien bereits praktizieren – oder der Einführung eines kostenpflichtigen „Next-Day“-Business-Services neu entfacht. Das Justizministerium hat angekündigt, vor der Augustpause einen Reformvorschlag dem Kongress vorzulegen.
Quelle: Travel and Tour World

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