
Der Weltkongress für Grenzsicherheit 2026 begann am 14. April in Wien und versammelte über 450 Delegierte aus 60 Ländern, um über die Zukunft der Reisendenverifizierung, KI-gestützte Überwachung und die Zusammenarbeit zwischen Behörden zu diskutieren. Die dreitägige Veranstaltung im Savoyen Trend Hotel, die gemeinsam mit dem österreichischen Innenministerium organisiert wird, bietet Vorträge von Vertretern von Frontex, Interpol, dem UN-Amt für Terrorismusbekämpfung und dem Internationalen Zentrum für Migrationspolitik (ICMPD). Die Eröffnungsreden betonten das Paradoxon, dass „intelligente Grenzen“ sowohl die Sicherheit erhöhen als auch legitimes Reisen erleichtern sollen. Workshops beleuchten Österreichs eigenen Weg beim Aufbau der EES-Infrastruktur, Erfahrungen mit Drohnenwänden an der Ostseegrenze und den ethischen Einsatz von Gesichtserkennung. Ein spezieller African Union-Track widmet sich der Digitalisierung von Bewegungen bei gleichzeitiger „Humanisierung des Reisens“. Für Österreich unterstreicht die Ausrichtung des Kongresses den Anspruch, Wien als Innovationszentrum für Grenzmanagement zu etablieren und EU-Forschungsmittel anzuziehen. Die Agenda entspricht den Interessen der Wirtschaftsmobilität: Sitzungen zu vertrauenswürdigen Reisekorridoren, dem Austausch von API/PNR-Daten und dem Ausgleich von Datenschutz mit reibungslosen Abläufen haben direkte Auswirkungen auf Fluggesellschaften, globale Logistikunternehmen und Umzugsdienstleister. Aussteller wie secunet, das AIT Austrian Institute of Technology und Amadeus präsentieren Upgrades für e-Gates, KI-gestützte Risikoprofile und multimodale Biometrie. Die Delegierten können an Besichtigungen der neuen Self-Service-Anmeldezone am Flughafen Wien teilnehmen – ein aktuelles Thema angesichts der EES-Engpässe dieser Woche. Unternehmen, die Mitarbeiter entsenden, sollten die Veranstaltung nutzen, um frühzeitig Informationen zu den kommenden EU-ETIAS-Anforderungen und Anbieterfähigkeiten zu erhalten und sich mit Entscheidungsträgern zu vernetzen, die die Schengen-Grenzverwaltung nach 2026 gestalten.
Quelle: World Border Security Congress
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