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Lufthansa-Kabinenpersonalstreik wirkt sich auf Österreich aus: Umleitungen und Verspätungen am Flughafen Wien erforderlich

Apr. 12, 2026
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Lufthansa-Kabinenpersonalstreik wirkt sich auf Österreich aus: Umleitungen und Verspätungen am Flughafen Wien erforderlich
Ein 24-stündiger Streik des Kabinenpersonals von Lufthansa und Lufthansa CityLine am Freitag, den 10. April 2026, hatte weitreichende Auswirkungen über Deutschland hinaus und sorgte für erhebliche Störungen bei österreichischen Geschäftsreisenden, die von den Osterferien zurückkehrten. Obwohl Austrian Airlines und andere Konzerngesellschaften nicht streikten, wurden rund 520 Lufthansa-Flüge an den Drehkreuzen Frankfurt, München und sieben weiteren regionalen deutschen Flughäfen gestrichen, wodurch schätzungsweise 100.000 Passagiere gestrandet sind. Viele von ihnen hatten Tickets für Verbindungen über Wien oder zu österreichischen Regionalflughäfen.

Der Flughafen Wien meldete am Freitagabend 52 verspätete Ankünfte und 19 Flugausfälle, da Flugzeuge und Crews aus dem Takt gerieten. Bodenabfertiger hatten Schwierigkeiten, Passagiere umzubuchen, da die meisten Alternativrouten innerhalb der Lufthansa-Gruppe bereits ausgebucht waren. Einige Firmenreiseleiter charterten Busse, um Mitarbeiter von München nach Wien zu bringen, damit diese die Abendflüge von Austrian Airlines erreichen konnten. Das Reise-Tracking-Unternehmen Mabrian Analytics verzeichnete zwischen 12 und 18 Uhr Ortszeit einen Anstieg der Echtzeit-Umbuchungssuchen für österreichische Verbindungen um 38 Prozent.

Lufthansa-Kabinenpersonalstreik wirkt sich auf Österreich aus: Umleitungen und Verspätungen am Flughafen Wien erforderlich


Nach der EU-Verordnung 261/2004 gelten Streiks des eigenen Personals einer Fluggesellschaft nicht als „außergewöhnliche Umstände“, wodurch Lufthansa potenziell bis zu 600 Euro Entschädigung pro betroffenem Reisenden zahlen muss. Die Airline rief Passagiere dazu auf, ihre Ansprüche online einzureichen, und versprach die Erstattung von Mahlzeiten, Hotels und weiterem Bodentransport. Mobilitätsberater empfehlen österreichischen Arbeitgebern, alle zusätzlichen Kosten – einschließlich Taxiquittungen für Wien-München-Transfers – sorgfältig zu dokumentieren, um diese zurückzufordern. Zudem sollten Arbeitgeber ihre entsandten Mitarbeiter darauf hinweisen, dass die zusätzlichen Tage im Ausland nun automatisch im EES-System sichtbar sind und die 90-Tage-in-180-Tage-Regelung beeinflussen können.

Obwohl der Streik offiziell um 22:00 Uhr MEZ am Freitag endete, dauerten die Nachwirkungen bis Samstag, den 11. April, an, da Crews und Flugzeuge neu positioniert wurden. Lufthansa rechnet damit, den Flugplan bis Sonntag zu normalisieren, schließt jedoch weitere Arbeitskämpfe nicht aus. Die UFO-Gewerkschaft bezeichnet die Verhandlungen über Gehalt und Dienstpläne weiterhin als „blockiert“. Österreichische Reiseleiter mit hohem Verkehrsaufkommen nach Deutschland prüfen nun Notfallpläne, darunter die Verlagerung von Teilen ihres Firmenreiseprogramms auf die Bahn oder Nicht-Konzern-Fluggesellschaften.

Der Vorfall verdeutlicht, wie Arbeitskämpfe in Nachbarländern schnell in das eng vernetzte österreichische Reisekonzept hineinwirken können. Für globale Mobilitätsteams ist der Streik eine erneute Mahnung, Arbeitskämpfe bei Fluggesellschaften genau zu beobachten, Flexibilität bei Dienstreisen einzuplanen und sicherzustellen, dass Reisende über Notfallgeld oder Firmenkreditkarten verfügen, um kurzfristige Ausgaben abzudecken.
Quelle: Air Traveler Club

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