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Europäische Fluggesellschaften fordern vorübergehende Aussetzung des EES und sprechen von „systemischem Versagen“ an österreichischen und weiteren Drehkreuzen

Apr. 15, 2026
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Europäische Fluggesellschaften fordern vorübergehende Aussetzung des EES und sprechen von „systemischem Versagen“ an österreichischen und weiteren Drehkreuzen
In einer gemeinsamen Erklärung vom 14. April fordern Airlines for Europe (A4E) und ACI Europe die Europäische Kommission auf, die vollständige oder teilweise Aussetzung des Entry/Exit-Systems (EES) an Flughäfen zu erlauben, an denen die Wartezeiten „übermäßig“ werden. Die Verbände berichten, dass die Einführung am vergangenen Wochenende ein „systemisches Versagen“ darstellte: So konnten bei einem easyJet-Flug von Mailand nur 34 von 156 Passagieren an Bord gehen, ähnliche Vorfälle gab es in Wien, Frankfurt und Barcelona. Die Branchenvertreter betonen, dass sie die Sicherheitsziele des EES unterstützen, aber fordern, dass die Grenzbehörden während Spitzenzeiten die Flexibilität behalten, wieder auf manuelle Stempelungen umzusteigen. Sie warnen, dass Europa ohne Gegenmaßnahmen seinen Ruf gefährdet – gerade jetzt, wo die Nachfrage nach Geschäftsreisen wieder anzieht und Fluggesellschaften aus dem Asien-Pazifik-Raum ihre Wien-Verbindungen für die Sommersaison wieder aufnehmen. Für österreichische Unternehmen könnte eine Aussetzung zu einem Flickenteppich an Verfahren im Netzwerk führen, was die Einhaltung der Fürsorgepflicht und die Reisendeninformation erschwert. Reisebüros empfehlen daher, vorab detaillierte Informationen zu versenden und flughafenspezifische Hinweise über das Travel Information Manual der IATA oder das EU-Passagier-Lokalisierungsportal zu verfolgen. Die Kommission hat sich bisher nicht öffentlich geäußert, doch aus Brüsseler Kreisen heißt es, dass eine begrenzte Ausnahme diskutiert wird, die Flughäfen erlaubt, die biometrische Erfassung bei Warteschlangen von über 60 Minuten auszuschalten. Ein solcher Schritt würde der schrittweisen Einführung des biometrischen Ausreisekontrollprogramms der US-Zollbehörde an wichtigen Flughäfen entsprechen.
Quelle: TravelPulse

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