
Die deutsche UFO-Gewerkschaft hat für den 15. und 16. April 2026 einen 48-stündigen Streik der Kabinencrews von Lufthansa und Lufthansa City Airlines angekündigt, was das ohnehin schon belastete europäische Luftverkehrsnetz zusätzlich unter Druck setzt. Italienische Flughäfen wie Mailand Malpensa, Mailand Linate, Rom Fiumicino und Venedig Marco Polo – wichtige Drehkreuze der Star Alliance – sind von Flugausfällen und verpassten Anschlussverbindungen auf transatlantischen und innergemeinschaftlichen Strecken betroffen. Lufthansa will versuchen, Passagiere auf Flüge von Austrian Airlines, Brussels Airlines, Swiss und Air Dolomiti umzubuchen, doch die Kapazitäten sind kurzfristig begrenzt. Nach EU-Verordnung 261/2004 haben Reisende bei Flugausfällen Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung, jedoch entfällt die Entschädigungspflicht bei Streiks, die außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaft liegen. Geschäftsreisende sollten alternative Fluggesellschaften vorab genehmigen und die GDS-Warteschlangen auf automatische Umbuchungsbenachrichtigungen überwachen. Der Streik folgt nur wenige Tage nach einem Streik der italienischen Flugsicherung und fällt mit einem landesweiten Verkehrsstreik zusammen, was das Risiko verpasster Anschlussflüge weiter erhöht. Multinationale Unternehmen wird empfohlen, Abflugzeiten zu staffeln, satellitengestützte Reisehinweise zu versenden und Mitarbeiter daran zu erinnern, gedruckte Kopien von Visa und Arbeitserlaubnissen mitzuführen, falls es zu Umleitungen außerhalb des Schengen-Raums kommt. Weitere Arbeitskampfmaßnahmen sind nicht ausgeschlossen: Die UFO-Gewerkschaft warnte, dass ohne ein verbessertes Lohnangebot von Lufthansa – inklusive rückwirkender Gehaltsanpassungen und Garantien für stabile Dienstpläne – im April, einem Monat mit hohem Messeverkehr zwischen Italien und Deutschland, weitere Streiks folgen könnten.
Quelle: Missionline