
Die kommunalen Sozialämter in Tarragona verzeichneten am 15. und 16. April 786 Anmeldungen von Migranten, die die für die außergewöhnliche Regularisierung in Spanien erforderlichen Verwundbarkeitsbescheinigungen beantragen. Die lokalen Behörden erwarten einen weiteren Anstieg der Nachfrage, sobald die persönliche Antragstellung landesweit am 20. April beginnt. Das Königliche Dekret 316/2026 ermöglicht es undokumentierten Bewohnern, ihren Status zu legalisieren, wenn sie ihre ununterbrochene Anwesenheit vor dem 31. Dezember 2025 nachweisen können; für viele ohne Angehörige oder Arbeitsangebote ist ein von den Sozialdiensten ausgestellter Verwundbarkeitsbericht Pflicht. Anwälte warnen, dass Kapazitätsengpässe – insbesondere in den mittelgroßen Städten Kataloniens – bereits vor der Frist am 30. Juni zu Verzögerungen führen könnten. Unternehmen, die auf Saisonarbeitskräfte in den petrochemischen und agroexportorientierten Korridoren Tarragonas angewiesen sind, sollten sich auf verzögerte Arbeitserlaubnis-Umwandlungen einstellen. Einige Arbeitgeber organisieren Gruppentermine und finanzieren Rechtsberatungen, um die Dokumentensammlung für Schlüsselpersonal zu beschleunigen. Der Gemeinderat prüft Wochenendöffnungszeiten und hat die Regionalregierung um temporäre Personalverstärkungen gebeten. Der frühe Ansturm verdeutlicht die ungleiche Verteilung der Amnestie-Bearbeitung in Spanien: Während Madrid und Barcelona die größten Migrantenpopulationen beherbergen, könnten kleinere Provinzen anteilig größeren administrativen Druck erleben. Akteure im Mobilitätssektor sollten den Wohnort ihrer Arbeitskräfte genau erfassen und frühzeitig mit den kommunalen Ämtern zusammenarbeiten, um Last-Minute-Staus zu vermeiden.
Quelle: APD Catalonia