
Spanien erwachte am Freitag zu einem unbefristeten Streik der Fluglotsen des privaten Anbieters Saerco. Der von den Gewerkschaften USCA und CCOO ausgerufene Ausstand betrifft neun regionale Kontrolltürme, darunter Sevilla, Jerez, Vigo, A Coruña, Lanzarote und Fuerteventura – wichtige Drehkreuze für den Tourismus und bevorstehende Großveranstaltungen wie das Copa del Rey-Finale und die Feria de Abril in Sevilla. Das Verkehrsministerium hat Mindestdienstleistungen zwischen 34 % und voller Abdeckung für Notfall- und Inselverbindungsflüge angeordnet. Branchenprognosen rechnen dennoch mit Kettenreaktionen und Verspätungen, da eng getaktete Flugrotationen ins Stocken geraten. Fluggesellschaften haben bereits proaktive Umbuchungsfreigaben erteilt, und Geschäftsreisemanager raten Mitarbeitern, längere Anschlusszeiten einzuplanen oder bei kurzen Inlandsstrecken auf die Bahn umzusteigen. AENA, der Flughafenbetreiber, schätzt, dass täglich rund 600 Abflüge über die betroffenen Türme abgewickelt werden. Während Drehkreuze wie Madrid und Barcelona mit ENAIRE-Personal besetzt sind und nicht direkt betroffen sind, könnten sie dennoch indirekte Störungen spüren, wenn Flugzeuge oder Crews nicht am richtigen Ort sind. Die Tarifverhandlungen scheiterten an Streitpunkten wie Personalstärke und Ruhezeiten. Da die Sommerflugpläne nur noch wenige Wochen entfernt sind, warnen Analysten, dass ein langanhaltender Streik Spaniens Erholung im Geschäfts- und Freizeitreiseverkehr beeinträchtigen könnte. Unternehmen sollten Flugstatus-Feeds überwachen, Duty-of-Care-Warnungen aktualisieren und Reisende an ihre EU261-Rechte auf Umbuchung, Verpflegung und Unterkunft bei erheblichen Verspätungen erinnern.
Quelle: El País
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