
Die Billigtochter von Turkish Airlines, Ajet, kündigte am 28. April an, im Zeitraum Mai bis Oktober 2026 zwölf internationale Strecken einzustellen und die Frequenzen auf dutzenden weiteren Routen zu reduzieren, um die Kapazität um fünf Prozent zu senken. Zu den betroffenen Verbindungen gehört der tägliche Flug Istanbul (SAW)–Genf, während die Frequenzen auf den Strecken Antalya–Basel und Ankara–Zürich um bis zu 30 Prozent zurückgehen werden. Ajet führt die Kürzungen auf steigende Kerosinpreise aufgrund der Spannungen im Nahen Osten sowie auf eine „volatile Nachfrage“ bei sekundären europäischen Strecken zurück. Der Flughafen Genf schätzt, dass durch die Streichungen 120.000 Sitzplätze wegfallen und der Wettbewerb im lukrativen Schweiz–Türkei VFR- (Besuch von Freunden und Verwandten) und KMU-Segment (kleine und mittlere Unternehmen) abnimmt; die Hauptflüge von Turkish Airlines ab Istanbul (IST) bleiben bestehen. Reisende, die Mitarbeiter zwischen Schweizer UN-Organisationen und Ankara verlegen, müssen künftig über Istanbul IST oder Wien umsteigen, was mindestens eine Stunde zusätzliche Reisezeit und möglicherweise eine erneute Schengen-Kontrolle bedeutet. Spediteure, die auf Ajet-Frachtraum im Bauch der Flugzeuge für E-Commerce-Pakete von türkischen Lieferanten angewiesen sind, müssen nun auf alternative Airlines ausweichen, was in der Hochsaison zu Zuschlägen führen könnte. Die Ankündigung ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sekundäre Fluggesellschaften als Reaktion auf die Treibstoffpreisschocks konsolidieren; Mobilitätsplaner sollten mit weiteren kurzfristigen Fahrplanänderungen rechnen und flexible Tickets für wichtige Mitarbeiter sichern.
Quelle: Aviation.Direct
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