
Das englischsprachige Portal The Local nutzte am 28. April neue Daten des Bundesamts für Statistik, um die Altersunterschiede zwischen Schweizer Staatsangehörigen und ausländischen Einwohnern zu berechnen. Das Durchschnittsalter der Einwanderer liegt bei 37,5 Jahren und damit sieben Jahre unter dem der Schweizer Bürger. Der Anteil der Erwerbsfähigen ist mit 72 Prozent deutlich höher als bei den Staatsangehörigen mit 56 Prozent. Anhand eines Modells des Szenarios der Initiative „Nein zu zehn Millionen“ – einem Stopp des EU-Arbeitskräftezuzugs – zeigt der Artikel, dass die Schweiz mit einer schnelleren Alterung, einer schrumpfenden Steuerbasis und steigenden Pensionskosten rechnen müsste. Frühere Schätzungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) werden zitiert, wonach der SVP-Plan das jährliche BIP-Wachstum bis 2030 um 0,6 Prozentpunkte reduzieren könnte. Für Personalverantwortliche liefert der Beitrag Argumente für Vorstandsdiskussionen zur Personalstrategie: Die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Schweiz könnte von einem fortgesetzten Zugang zu EU-Talenten abhängen. Die Analyse erinnert zudem global mobile Mitarbeitende daran, dass das großzügige Schweizer Sozialversicherungssystem auf kontinuierlichen Beiträgen von Neuankömmlingen beruht – ein Gegenargument zu populistischen Behauptungen von „Überfüllung“. Multinationale Unternehmen werden dazu geraten, faktenbasierte interne Kommunikation zu fördern und, sofern möglich, ausländische Mitarbeitende mit C-Bewilligung zur Teilnahme an kantonalen Abstimmungen zu ermutigen, die die Mobilitätsregelungen mitgestalten.
Quelle: The Local Switzerland