
Das Außenministerium hat die Bürger der Vereinigten Arabischen Emirate mit sofortiger Wirkung angewiesen, nicht mehr nach Iran, Libanon oder Irak zu reisen, und verweist dabei auf die „aktuellen Entwicklungen in der Region“. Die am späten 30. April veröffentlichte Anordnung fordert zudem alle bereits in diesen Ländern befindlichen Emirati auf, so schnell wie möglich zurückzukehren. Obwohl das Ministerium keine näheren Details nannte, erfolgt die Mitteilung vor dem Hintergrund eskalierender Spannungen rund um die Straße von Hormus sowie einer Zunahme grenzüberschreitender Angriffe zwischen Israel und bewaffneten Gruppen im Süden Libanons. Iran warnte seinerseits am Donnerstag, bei erneuten US-Angriffen Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen, und erklärte, es könne die strategisch wichtige Wasserstraße blockieren. Die VAE unterhalten enge Handelsbeziehungen zu allen drei Ländern, und Hunderte von in den Emiraten ansässigen Unternehmen entsenden regelmäßig Mitarbeiter im Rotationsprinzip zu Projekten in Teheran, Beirut und Basra. Für Teams im Bereich der Unternehmensmobilität hat das Reiseverbot sofortige operative Folgen: Duty-of-Care-Protokolle müssen nun alle Geschäftsreisen in diese drei Länder als untersagt einstufen, während Entsandte mit mittelfristigen Visa Notfallrückführungspläne benötigen. Personalverantwortliche sollten zudem die globalen Mobilitätsversicherungen überprüfen, da diese bei einem offiziellen Reiseverbot möglicherweise keinen Versicherungsschutz mehr bieten. Unternehmen mit Engagement in der Region setzen bereits verstärkt auf virtuelle Kommunikationsmittel und „Near-Shore“-Standorte wie Bahrain und Doha, um ihre Projekte am Laufen zu halten. Migrationsberater gehen davon aus, dass das Reiseverbot alle 30 Tage überprüft wird, warnen jedoch, dass eine anhaltende regionale Krise zu einer Verlängerung oder sogar Ausweitung auf weitere Risikogebiete führen könnte.
Quelle: Arab News
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