
Jobs and Skills Australia veröffentlichte am 30. April seinen vierteljährlichen Bericht „Arbeitsmarkt für Migranten“, der datenbasierte Einblicke für potenzielle ausländische Arbeitskräfte und deren Arbeitgeber bietet. Die Studie zeigt, dass die nationale Wirtschaft zwar weiterhin robust ist, die Beschäftigungstrends jedoch in den Bereichen Großhandel, Fertigung und Landwirtschaft im Zeitraum von 12 Monaten bis Februar 2026 nachgelassen haben. Die Netto-Auslandswanderung (NOM) 2024-25 war in New South Wales und Victoria am höchsten, was die anhaltenden Engpässe im Wohnungsangebot in Sydney und Melbourne verdeutlicht. Das Bevölkerungswachstum wird für 2025-26 auf 1,3 % und im Folgejahr auf 1,2 % zurückgehen, da strengere Regelungen für Studentenvisa und höhere Anforderungen an Englischkenntnisse greifen. Besonders relevant für Planer globaler Mobilität ist, dass weibliche Migranten in allen Bundesstaaten außer Tasmanien und dem Northern Territory höhere Arbeitslosenquoten aufweisen als ihre männlichen Pendants, was auf Defizite bei der Anerkennung von Qualifikationen und bei der Kinderbetreuung hinweist und duale Karriereentscheidungen beeinflussen könnte. Der Bericht fließt direkt in die im Juli anstehende Aktualisierung der Liste der qualifizierten Berufe ein. Branchen, die sich für zusätzliche Visazuteilungen einsetzen – darunter Gesundheitswesen, erneuerbare Energien und Cybersicherheit – werden die Engpassindikatoren nutzen, um ihre Forderungen zu untermauern. Mobilitätsteams sollten die Daten nutzen, um vorherzusagen, welche Berufe voraussichtlich weiterhin für die Arbeitgebersponsoring in Frage kommen, und Vergütungsangebote in Regionen mit nachlassender Arbeitsnachfrage entsprechend anpassen.
Quelle: Jobs and Skills Australia