
Indiens Innenministerium hat die erste umfassende Überarbeitung des Overseas Citizen of India (OCI)-Programms seit über einem Jahrzehnt veröffentlicht. Die am 30. April bekannt gegebenen Änderungen erweitern die Anspruchsberechtigung auf fünfte und sechste Generationen von Tamilen indischer Herkunft in Sri Lanka und streichen die bisherige Regel, vor der Antragstellung sechs Monate im Land verweilen zu müssen. Antragsteller mit gültigem Langzeitvisum können nun sofort nach Ankunft einen OCI-Antrag stellen. Gleichzeitig wurde eine Strafgebühr von 25 US-Dollar eingeführt, wenn neue Passdaten nicht innerhalb von drei Monaten im OCI-Portal aktualisiert werden – Teil einer umfassenderen Initiative zur Echtzeit-Datenintegrität im Vorfeld der landesweiten Einführung von e-Gates. Verbesserte biometrische Überprüfungen verknüpfen OCI-Karten mit automatischer Passkontrolle und versprechen schnellere Abfertigung für häufig reisende Geschäftsleute. Die erweiterte Abstammungsklausel dürfte Tausenden aus der Teeplantagen-Gemeinschaft Sri Lankas zugutekommen, die unter der bisherigen Vier-Generationen-Grenze keine Dokumente vorweisen konnten. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter-Mobilitätsrichtlinien überdenken: Mitarbeiter, die bisher mit Langzeitvisa reisten, könnten den visafreien OCI-Weg für eine reibungslosere Wiedereinreise bevorzugen. Bestehende OCI-Inhaber müssen den neuen Compliance-Kalender prüfen – verspätete Aktualisierungen könnten Reisepläne stören oder bei der Ausreise zu Bußgeldern führen.
Quelle: The Economic Times
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