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Neue Hub-and-Spoke-Richtlinie legt Einwanderungsstrategie für Inlands- und internationale Verbindungen fest

Mai 1, 2026
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Neue Hub-and-Spoke-Richtlinie legt Einwanderungsstrategie für Inlands- und internationale Verbindungen fest
Das indische Verkehrsministerium für Zivilluftfahrt hat eine Standardarbeitsanweisung (SOP) veröffentlicht, die den Weg für echte Hub-and-Spoke-Flugverbindungen freimacht – ein entscheidender Schritt, damit Delhi, Mumbai und Bengaluru mit globalen Drehkreuzen wie Dubai oder Singapur konkurrieren können. Die am 30. April 2026 veröffentlichte SOP stuft den Inlandsflug vom „Spoke“ zum „Hub“ bei einem durchgehenden Ticket als „internationale“ Verbindung ein. Diese einfache Formulierung hat weitreichende Auswirkungen auf die Einreisebestimmungen.

Nach dem neuen Modell durchlaufen Passagiere, die in Städten der zweiten Ebene wie Varanasi oder Coimbatore starten, die Einwanderungs-, Zoll- und Sicherheitskontrollen bereits am Abflugort, geben ihr Gepäck auf und steigen in einen Inlandsflug zum Hub um. Bei der Ankunft in Delhi betreten sie eine sterile internationale Zone und gehen direkt zu ihrem Langstreckentor – ohne Gepäckausgabe, ohne zweite Passkontrolle und vor allem ohne Kontakt zu regulären Inlandsreisenden.

Neue Hub-and-Spoke-Richtlinie legt Einwanderungsstrategie für Inlands- und internationale Verbindungen fest


Die SOP schreibt strikte Trennungskanäle vor, die Ausstellung von zwei Bordkarten mit den Markierungen „D“ (domestic) und „I“ (international) sowie die Verpflichtung der Fluggesellschaften, die Advance Passenger Information System (APIS)-Daten vom Abflughafen in Echtzeit an die Einwanderungsbehörden am Hub zu übermitteln. Web-Check-in ist für solche Verbindungen deaktiviert, bis die Sicherheit des Systems gewährleistet ist.

Air India wird das System ab dem 1. Juni mit Flügen von Varanasi über Delhi nach London testen; IndiGo und Vistara sollen folgen. Für globale Mobilitätsteams bedeutet dies kürzere Mindestanschlusszeiten (MCT) und die Möglichkeit, Mitarbeiter über indische Drehkreuze zu leiten, anstatt auf Golf- oder südostasiatische Airlines angewiesen zu sein. Auch Frachtspediteure profitieren: Luftseitig umgeschlagene Fracht muss nicht doppelt geröntgt werden, was die Transitzeit erheblich verkürzt.

Compliance-Beauftragte warnen jedoch, dass Passagiere, die ihren Anschlussflug verpassen, technisch als „angekommen“ in Indien gelten und die Einreiseformalitäten erneut durchlaufen müssen. Dies könnte die Fürsorgepflicht und die Berechnung des Steuerwohnsitzes erschweren. Unternehmen werden daher dringend gebeten, ihre Reiserichtlinien und Buchungssysteme zu aktualisieren, um Hub-and-Spoke-Verbindungen zu kennzeichnen und Pufferzeiten für Notfälle einzuplanen.
Quelle: Hindustan Times

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