
Die Hochkommission von Bangladesch in Neu-Delhi sowie ihre Konsularstellen in Kalkutta, Agartala, Mumbai und Chennai stellen wieder alle Visakategorien aus und beenden damit eine seit Dezember 2025 bestehende teilweise Aussetzung. Laut dem Financial Express wurden seit dem stillen Neustart Ende Februar bereits über 13.000 Visa an indische Antragsteller vergeben, die offizielle Bestätigung des „vollen Betriebsstatus“ erfolgte jedoch erst am 2. Mai. Während der Verlangsamung lag die Bearbeitungskapazität bei nur etwa 20 Prozent des Niveaus vor 2025, wobei Priorität auf medizinische Notfälle und dringende Familienbesuche beschränkt war. Geschäftsvisa dauerten oft drei bis vier Wochen und erforderten manchmal persönliche Interviews. Unter dem wiederhergestellten Regime sind Online-Termine und 48-Stunden-Expressdienste zurück, wobei Beamte jedoch darauf hinweisen, dass die hohe Nachfrage vor dem Eid-Fest die Wartezeiten verlängern könnte. Die Wiederaufnahme folgt auf eine Reihe hochrangiger Treffen zwischen Außenminister S. Jaishankar und der bangladeschischen Premierministerin Sheikh Hasina am Rande des BIMSTEC-Gipfels im letzten Monat. Analysten zufolge waren beide Seiten daran interessiert, die zwischenmenschlichen Verbindungen vor den Parlamentswahlen in Bangladesch später in diesem Jahr zu normalisieren. Für indische Unternehmen, die Textil- und FMCG-Lieferketten über die Grenze betreiben, beseitigt diese Maßnahme ein großes logistisches Problem; Führungskräfte können nun wieder routinemäßige Werksbesuche durchführen, ohne auf Visa über Drittstaaten wie Dubai oder Singapur angewiesen zu sein. Personalverantwortliche raten Reisenden, die Verfügbarkeit von Terminen genau zu beobachten, da das e-Token-System die tägliche Aufnahme weiterhin begrenzt, und darauf zu achten, dass die Reisepässe mindestens sechs Monate gültig sind – eine Regel, die das Konsularpersonal nach jüngsten Betrugsfällen strenger durchsetzt. Mobilitätsteams sollten zudem die Entsendungsschreiben aktualisieren: Die bangladeschischen Behörden verlangen nun, dass darin ausdrücklich festgehalten wird, dass der Entsandte keine journalistische Tätigkeit ausüben wird – eine Reaktion auf die Medienkontroversen des letzten Jahres. Der Neustart signalisiert eine Entspannung der bilateralen Beziehungen und dürfte den grenzüberschreitenden Talentfluss in Branchen wie IT-Dienstleistungen, Infrastruktur und Gesundheitswesen erleichtern, die stark von kurzfristigen Projektbesuchen abhängen.
Quelle: The Financial Express
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