
Die atlantische Migrationsroute Spaniens erlebt derzeit einen deutlichen Rückgang. Neue Daten des Innenministeriums, veröffentlicht am 4. Mai, zeigen, dass zwischen dem 1. Januar und dem 30. April nur 2.276 Migranten auf dem Seeweg die Kanarischen Inseln erreichten – ein Rückgang von 78,5 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025. Die Ankünfte in ganz Spanien sanken insgesamt um 43 % auf 7.923. Verantwortliche führen dies auf verstärkte Patrouillen mit Senegal und Mauretanien sowie auf eine schnellere Asylbearbeitung zurück, die einige Migrantenströme in legale Kanäle lenkt. NGOs warnen jedoch, dass die niedrigeren Zahlen riskantere Atlantiküberquerungen oder eine Verlagerung der Routen aufs Festland verbergen könnten, wo die Ankünfte auf dem Seeweg tatsächlich um 22 % gestiegen sind. Das Ministerium meldete zudem eine Verdreifachung der Landzugänge in Ceuta, verursacht durch Lücken im Grenzzaun nach den Winterstürmen. Für Sicherheits- und Mobilitätsteams in Unternehmen, die Mitarbeiter in den wachsenden Technologie- und Tourismussektoren der Kanaren betreuen, bedeutet der Trend weniger unvorhergesehene Störungen wie Hafen-Schließungen oder Notunterkünfte in Hotels. Dennoch sollten Notfall-Reiserichtlinien bestehen bleiben: Der Anstieg im letzten Jahr zeigte, wie schnell die Zahlen bei Wetterumschwüngen wieder steigen können. Auf politischer Ebene untermauern die Statistiken Madrids Argument in Brüssel, dass Solidaritätszahlungen an Grenzstaaten wirken. Spanien wird voraussichtlich auf dem Rat für Justiz und Inneres Ende des Monats eine Verlängerung der gemeinsamen Patrouillen bis 2027 und eine erneute EU-Finanzierung fordern.
Quelle: Europa Press