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Die Grenzstation El Tarajal in Ceuta führt das biometrische Ein- und Ausreisesystem der EU vor der Rekordsommerwelle ein

Mai 3, 2026
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Die Grenzstation El Tarajal in Ceuta führt das biometrische Ein- und Ausreisesystem der EU vor der Rekordsommerwelle ein
Spanien hat still und heimlich das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union an seiner verkehrsreichsten Landgrenze zu Marokko, El Tarajal in Ceuta, eingeführt. Die Grenzpolizei bestätigte gegenüber der lokalen Tageszeitung Ceuta Ahora, dass seit Mitte April alle Drittstaatsangehörigen mit vier Fingerabdrücken und einem Gesichtsfoto erfasst werden, anstatt einen manuellen Passstempel zu erhalten. Diese Änderung erfolgt nur sechs Wochen vor Beginn der Operación Paso del Estrecho (OPE) 2026, dem jährlichen Sommertransit von über drei Millionen Maghreb-Expatriates, die von Europa nach Nordafrika fahren.

Das EES ersetzt den herkömmlichen Stempel durch eine gemeinsame EU-Datenbank, die automatisch die erlaubte Schengen-Aufenthaltsdauer berechnet und Überziehungen oder Identitätsbetrug in Echtzeit erkennt. Für Spanien ist Ceuta sowohl ein Testfeld als auch eine Belastungsprobe: In Spitzenzeiten im Juli passieren mehr als 10.000 Fahrzeuge täglich den einzigen achtspurigen Kontrollpunkt.

Die Grenzstation El Tarajal in Ceuta führt das biometrische Ein- und Ausreisesystem der EU vor der Rekordsommerwelle ein


Die von der Zeitung befragten Beamten begrüßten die Sicherheitsverbesserung, warnten jedoch, dass die erstmalige biometrische Erfassung pro Passagier zwei bis drei Minuten zusätzlich dauert – genug, um kilometerlange Staus zu verursachen, wenn Personal und Terminals nicht aufgestockt werden. Das Innenministerium kündigte an, bis zum 15. Juni 30 zusätzliche Grenzbeamte, 20 Selbstbedienungskioske und vier „Zweitlinien“-Erfassungsstationen einzusetzen.

Reisende werden aufgefordert, ihre Dokumente online vorab zu prüfen und Wochenendspitzen zu vermeiden. Die Fährgesellschaften Transmediterránea und Balearia passen bereits ihre Fahrpläne an, um Ankünfte aus Algeciras und Almería zu staffeln.

Für multinationale Arbeitgeber ist die Botschaft klar: Geschäftsreisende, deren Pässe bisher in Ceuta gestempelt wurden, erscheinen nun in der zentralen EU-Datenbank. Compliance-Teams sollten ihre 90/180-Tage-Schengen-Tracker aktualisieren und Mitarbeiter daran erinnern, dass jede Landgrenze jetzt biometrisch erfasst wird, wodurch die bisherige „Stempel-Sammel“-Schlupfloch entfällt. Unternehmen, die Ausrüstung über die Grenze transportieren, wird empfohlen, längere Wartezeiten einzuplanen, bis Beamte und Reisende mit dem neuen Ablauf vertraut sind.
Quelle: Ceuta Ahora

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