
Ateia-Oltra Madrid, der Verband der Spediteure in Spaniens Hauptstadt, hat am 4. Mai eine seltene öffentliche Kritik an IAG Cargo ausgesprochen. Der Vorwurf: systematische Verzögerungen, fehlende Sendungen und defekte Sendungsverfolgung am Drehkreuz Adolfo Suárez Madrid-Barajas. Mitglieder berichten, dass Sendungen bis zu 72 Stunden auf die Freigabe warten müssen, was die termingerechte Lieferung von Ersatzteilen für Luftfahrt- und Pharmaunternehmen gefährdet. Obwohl der Streit den Frachtverkehr betrifft, wirken sich die Probleme auch auf globale Mobilitätsprogramme aus. Multinationale Unternehmen, die Haushaltswaren und Spezialausrüstung für Mitarbeitendenumzüge per unbegleiteter Luftfracht verschicken, sehen sich mit längeren Lieferzeiten und steigenden Kosten für Zwischenunterkünfte konfrontiert. Spediteure warnen, dass sie bei ausbleibender Serviceverbesserung vor der Juni-Hochsaison den Verkehr nach Frankfurt und Paris umleiten werden – was für ankommende Entsandte höhere Kosten und Zollkomplikationen bedeutet. IAG Cargo führt den Rückstau auf ein neues Lagerverwaltungssystem und einen unerwarteten Anstieg im E-Commerce-Volumen zurück. Das Unternehmen hat 40 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und arbeitet mit einer Taskforce der spanischen Zollbehörden an Prozessoptimierungen. Ateia fordert jedoch das Verkehrsministerium zum Eingreifen auf und droht mit rechtlichen Schritten wegen wirtschaftlicher Schäden. Mobilitätsmanager sollten sich eng mit ihren Umzugspartnern abstimmen, Versandzeiten bestätigen, kritische Luftfrachtsendungen gegebenenfalls in kleinere Einheiten aufteilen und mögliche Lager- oder Liegegebühren einplanen. Unternehmen, die Haustiere transportieren, sollten die Kapazitäten der Tierunterkünfte prüfen, da Verzögerungen die Einhaltung der Tierschutzvorschriften im Lebendtierzentrum von Barajas beeinträchtigen könnten.
Quelle: C de Comunicación