
Zugreisende in der Toskana mussten heute mit Verspätungen und möglichen Ausfällen rechnen, da die Wartungsmitarbeiter der Rete Ferroviaria Italiana (RFI) in der Florentiner DOIT-Einheit zu einem achtstündigen Streik aufgerufen hatten. Die von USB Lavoro Privato organisierte Arbeitsniederlegung, die im nationalen Streikkalender verzeichnet ist, betraf die gesamte Schicht der Beschäftigten. Obwohl das Personal der Personenzüge nicht direkt beteiligt war, wurden routinemäßige Gleisinspektionen und Signalprüfungen verschoben, was Trenitalia zu vorsorglichen Geschwindigkeitsbeschränkungen zwang. Regionale Verbindungen zwischen Florenz SMN, Pisa und Arezzo verzeichneten in der morgendlichen Hauptverkehrszeit Verspätungen von bis zu 20 Minuten, während zwei Intercity-Züge über Pistoia umgeleitet wurden, um ungesicherte Baustellen zu umgehen. Der Streik verdeutlicht die zunehmende Zahl lokaler Bahnaktionen, die zwar selten nationale Schlagzeilen machen, aber Geschäftsreisende dennoch unvorbereitet treffen können. Die Toskana ist eine wichtige Region für die Unternehmensmobilität, mit Life-Science-Clustern rund um Siena und Tech-Start-ups im Florentiner Stadtteil Novoli. Personalabteilungen, die Reisen am selben Tag organisieren, wird empfohlen, die Mitteilungen des Verkehrsministeriums (MIT) und den „Infomobilità“-Dienst von Trenitalia im Auge zu behalten. Die Gewerkschaft USB warnt, dass weitere Aktionen möglich sind, falls die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten. Sie fordert eine Aufstockung des Personals für die nächtliche Wartung, da das höhere Verkehrsaufkommen im liberalisierten italienischen Bahnmarkt die Arbeitsfenster verlängert hat, ohne dass es zu einer entsprechenden Vergütung kommt.
Quelle: StrikeTracker