
Italien steht vor einer neuen Welle von Arbeitskämpfen, die sowohl den Pendler- als auch den internationalen Reiseverkehr bedrohen. Am 4. und 5. Mai legen das Bordpersonal der Trenitalia-Hochgeschwindigkeitszüge, Rangiermannschaften bei Mercitalia in Mailand sowie Wartungstechniker der Rete Ferroviaria Italiana in Florenz gestaffelte Streiks von bis zu acht Stunden ein. Während die Züge selbst fahren, müssen Fahrgäste mit eingeschränkten Bordservices, Verzögerungen beim Güterverkehr und möglichen Signalverzögerungen rechnen. Die größere Herausforderung steht jedoch nächste Woche bevor. Die Gewerkschaften der ENAV-Fluglotsen, Flughafen-Bodenabfertiger und easyJet-Kabinenbesatzungen haben für Montag, den 11. Mai, koordinierte Streiks angekündigt. Die italienischen Medien sprechen von einem „schwarzen Tag“ für die Luftfahrt, da sich die Aktionen überschneiden und voraussichtlich den Verkehr an Flughäfen wie Rom-Fiumicino, Mailand-Malpensa, Neapel und Palermo erheblich stören werden. Allein easyJet plant an diesem Tag über 180 Abflüge. Das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr hat Mindestdienstleistungen festgelegt, doch Geschäftsreisende sollten mit Ausfällen und verpassten Anschlussverbindungen rechnen. Fluggesellschaften haben 72 Stunden Zeit, ihre Flugpläne anzupassen; viele bieten bereits kostenlose Umbuchungen an. Unternehmen mit Just-in-Time-Lieferketten wird geraten, kritische Frachttransporte auf die Tage vor den Streiks zu verlegen oder den Transport über Nachbarländer umzuleiten. Mobilitätsmanager sollten die Mitteilungen der Fluggesellschaften genau verfolgen und Flughafentransfers mit flexiblen Stornobedingungen im Voraus buchen.
Quelle: Passport News