
Das italienische Innenministerium hat einen Notverordnungsentwurf vorgelegt, der es Grenzpolizisten an den wichtigsten Einreisepunkten des Landes – darunter Rom-Fiumicino, Mailand-Malpensa und Venedig-Marco Polo – erlaubt, das neue EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) vorübergehend zu umgehen, sobald die Wartezeiten 45 Minuten überschreiten. Die Maßnahme, die am 5. Mai in groben Zügen veröffentlicht wurde, folgt auf einen chaotischen ersten Monat mit dem EES, in dem Nicht-EU-Reisende regelmäßig Wartezeiten von ein bis zwei Stunden bei der Passkontrolle erlebten.
Das seit dem 10. April verpflichtende EES erfasst Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen aller Drittstaatsangehörigen, die den Schengen-Raum betreten oder verlassen. Flughäfen berichten, dass die für die erstmalige Registrierung benötigten Kioske viermal so viel Platz beanspruchen wie manuelle Kontrollstellen und eine intensive Schulung des Personals erfordern – Ressourcen, die im Vorfeld der geschäftigen Sommersaison knapp sind. Am langen Wochenende zum Tag der Arbeit verpassten über 120 EasyJet-Passagiere Anschlussflüge, weil sie in den biometrischen Kontrollschlangen am Flughafen Mailand-Linate festsaßen.
Laut dem Entwurf sollen die Beamten wieder auf die traditionelle Methode „Stempel rein, Stempel raus“ zurückgreifen, sobald die in der Kontrollhalle angezeigte Wartezeit 45 Minuten überschreitet. Diese Ausnahmeregelung kann mehrmals täglich angewendet werden und gilt landesweit bis zum 30. September 2026. So erhalten die Flughäfen Zeit, zusätzliche elektronische Gates zu installieren und die kommende EU-App „Travel to Europe“ für die Vorregistrierung zu testen. Fluggesellschaften müssen weiterhin Vorausreisendeninformationen übermitteln, damit die Datenbank auch ohne biometrische Erfassung die Einhaltung der Schengen-90/180-Tage-Regel überwacht.
Für Geschäftsreisende bedeutet das hybride System erhöhte Aufmerksamkeit. Reisende sollten mindestens zwei freie Seiten im Reisepass für mögliche manuelle Stempel bereithalten, längere Umsteigezeiten einplanen und Bordkarten als Nachweis für bereits verbrachte Zeit im Schengen-Raum aufbewahren. Unternehmen, die diesen Sommer Mitarbeiter versetzen, wird empfohlen, ruhigere Drehkreuze wie Bologna oder Verona anzusteuern, wo die Kioske weniger ausgelastet sind, oder Ankünfte außerhalb der Stoßzeiten von 7 bis 11 Uhr zu planen.
Der italienische Schritt ähnelt den kürzlich von Griechenland und Portugal angekündigten Ausnahmeregelungen und erhöht den Druck auf Brüssel, längere Übergangsfristen zu gewähren. Sollte sich das Modell bewähren, könnte es als Vorlage für andere Mitgliedstaaten dienen, die mit der größten Veränderung der Schengen-Grenzverfahren seit Jahrzehnten kämpfen.
Das seit dem 10. April verpflichtende EES erfasst Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen aller Drittstaatsangehörigen, die den Schengen-Raum betreten oder verlassen. Flughäfen berichten, dass die für die erstmalige Registrierung benötigten Kioske viermal so viel Platz beanspruchen wie manuelle Kontrollstellen und eine intensive Schulung des Personals erfordern – Ressourcen, die im Vorfeld der geschäftigen Sommersaison knapp sind. Am langen Wochenende zum Tag der Arbeit verpassten über 120 EasyJet-Passagiere Anschlussflüge, weil sie in den biometrischen Kontrollschlangen am Flughafen Mailand-Linate festsaßen.
Laut dem Entwurf sollen die Beamten wieder auf die traditionelle Methode „Stempel rein, Stempel raus“ zurückgreifen, sobald die in der Kontrollhalle angezeigte Wartezeit 45 Minuten überschreitet. Diese Ausnahmeregelung kann mehrmals täglich angewendet werden und gilt landesweit bis zum 30. September 2026. So erhalten die Flughäfen Zeit, zusätzliche elektronische Gates zu installieren und die kommende EU-App „Travel to Europe“ für die Vorregistrierung zu testen. Fluggesellschaften müssen weiterhin Vorausreisendeninformationen übermitteln, damit die Datenbank auch ohne biometrische Erfassung die Einhaltung der Schengen-90/180-Tage-Regel überwacht.
Für Geschäftsreisende bedeutet das hybride System erhöhte Aufmerksamkeit. Reisende sollten mindestens zwei freie Seiten im Reisepass für mögliche manuelle Stempel bereithalten, längere Umsteigezeiten einplanen und Bordkarten als Nachweis für bereits verbrachte Zeit im Schengen-Raum aufbewahren. Unternehmen, die diesen Sommer Mitarbeiter versetzen, wird empfohlen, ruhigere Drehkreuze wie Bologna oder Verona anzusteuern, wo die Kioske weniger ausgelastet sind, oder Ankünfte außerhalb der Stoßzeiten von 7 bis 11 Uhr zu planen.
Der italienische Schritt ähnelt den kürzlich von Griechenland und Portugal angekündigten Ausnahmeregelungen und erhöht den Druck auf Brüssel, längere Übergangsfristen zu gewähren. Sollte sich das Modell bewähren, könnte es als Vorlage für andere Mitgliedstaaten dienen, die mit der größten Veränderung der Schengen-Grenzverfahren seit Jahrzehnten kämpfen.
Quelle: VisaVerge