
Italiens maritime Branche steht am Dienstag, den 7. Mai, vor einem ganztägigen Streik: USB Lavoro Privato und UGL Mare e Porti haben einen 24-stündigen nationalen Ausstand bei Unternehmen der Cargoabfertigung und Hafenbehörden angekündigt. Die Aktion, die im Streikbulletin des MIT vom 5. Mai aufgeführt ist, betrifft Firmen, die unter den Artikeln 16-18 des Gesetzes 84/94 sowie dem nationalen Hafenarbeitsvertrag (CCNL Porti) arbeiten. Alle italienischen Container-, Kreuzfahrt- und Fährterminals sind betroffen, darunter Genua, Triest, Livorno sowie Terminals auf Sardinien und Sizilien. Die Hafenbehörden müssen Mindestdienste wie Notlotsen gewährleisten, doch bei Fährabfahrten und Roll-on/Roll-off-Fracht ist mit Verzögerungen zu rechnen. Die Gewerkschaften kritisieren den „chronischen Personalmangel“ und die schleppende Erneuerung des im Dezember 2024 ausgelaufenen Tarifvertrags. Arbeitgeber argumentieren, dass Automatisierung und Investitionen in grüne Häfen die Qualifikationsanforderungen verändert hätten und Lohnverhandlungen an Produktivitätssteigerungen gekoppelt werden sollten. Für Firmenumzüge ist der Zeitpunkt ungünstig: Der Versand von Haushaltsgütern für Expatriates erreicht Mitte Mai traditionell seinen Höhepunkt. Mobilitätsanbieter sollten Lagerkapazitäten prüfen, Straßentransporte frühzeitig als Backup buchen und Entsandte auf mögliche Verzögerungen bei der Ankunft persönlicher Gegenstände hinweisen. Unternehmen, die auf Passagierfähren zur Verbindung zwischen Festlandbüros und Werken in Sardinien und Sizilien angewiesen sind, sollten für den 7. Mai Charterflüge oder Homeoffice-Lösungen in Betracht ziehen. Branchenbeobachter warnen, dass bei einem Scheitern der Verhandlungen der maritime Streik mit den für den 11. Mai angekündigten Flugstreiks zusammenfallen könnte, was Italiens multimodale Verkehrsprobleme verschärft und Geschäftsreisen vor große Herausforderungen stellt.