
Die in Großbritannien ansässige Fachzeitschrift Travelling for Business warnt, dass drei der verkehrsreichsten Freizeit- und Geschäftsflughäfen Spaniens – Palma de Mallorca, Alicante-Elche und Málaga-Costa del Sol – während der Mai-Ferien und der frühen Sommerspitze mit unverhältnismäßigen Verzögerungen rechnen müssen. Obwohl der derzeitige Streik der Fluglotsen an von SAERCO verwalteten Türmen vor allem kleinere Regionalflughäfen betrifft, warnen Analysten, dass sich die Auswirkungen auf die stark frequentierten UK-Spanien-Verbindungen ausweiten könnten, die Geschäftsreisen und Incentive-Trips bedienen. Die Risikofaktoren: (1) bereits ausgelastete Bodenabfertigung durch das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem der EU; (2) Rekordnachfrage durch den nachpandemischen Reiseboom im Freizeitbereich; und (3) Flugzeuge und Crews, die durch gestrichene regionale Verbindungen aus dem Takt geraten. Branchenberater Jürgen Himmelmann warnt: „Reisende sollten sich nicht in Sicherheit wiegen, nur weil ihr Abflughafen nicht auf der Streikliste steht.“ Reiseveranstalter empfehlen, längere Umsteigezeiten einzuplanen, Fast-Track-Sicherheitskontrollen vorab zu buchen und Puffer für Hotelübernachtungen einzuplanen. Für spanische Ziele, die stark vom britischen MICE-Verkehr (Meetings, Incentives, Konferenzen, Ausstellungen) abhängen, sind die Folgen spürbar. Verzögerungen in der Hochsaison könnten Belegungsraten und lokale Ausgaben beeinträchtigen. Die Flughafenbetreiber in Palma und Málaga koordinieren sich mit den Airlines für eine dynamische Slot-Neuvergabe und setzen zusätzliches Personal an den EES-Kiosken ein, um Warteschlangen zu reduzieren. Tipps für Geschäftsreisende: Möglichst frühmorgendliche Flüge buchen (historisch am wenigsten von Verzögerungen betroffen), die Apps der Airlines für alternative Routen im Blick behalten und bei Tagesmeetings ausreichend Puffer für Abflug- und Ankunftszeiten einplanen.
Quelle: Travelling for Business
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