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Spaniens außergewöhnliche Legalisierung stößt in Murcia auf Hindernisse, während Migranten um das entscheidende „Verwundbarkeits“-Zertifikat kämpfen

Mai 7, 2026
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Spaniens außergewöhnliche Legalisierung stößt in Murcia auf Hindernisse, während Migranten um das entscheidende „Verwundbarkeits“-Zertifikat kämpfen
Weniger als drei Wochen nach dem Start des einmaligen außerordentlichen Legalisierungsverfahrens in Spanien wird die Region Murcia zum ersten Belastungstest für das neue System. Lokale Migrantenvereine berichten von einem Ansturm an Anrufen und langen Warteschlangen vor den kommunalen Sozialämtern, da Tausende Antragsteller feststellen, dass das entscheidende Dokument nicht ihr polizeiliches Führungszeugnis aus dem Ausland ist, sondern eine vor Ort ausgestellte „Bescheinigung über Verwundbarkeit“. Ohne dieses Zertifikat kann der elektronische Antrag auf dem Portal des Ministeriums für Inklusion nicht abgeschlossen werden.

Warum der Stau? Laut der Föderation der Afrikanischen Vereine in Murcia (FAAM) sind Termine mit Sozialarbeitern wochenlang im Voraus ausgebucht. Cartagena hat es geschafft, Anträge zu bündeln und den Rückstau schnell abzubauen, während kleinere Gemeinden wie Las Torres de Cotillas noch mit der Personalverteilung kämpfen. Jede Gemeinde interpretiert die ministerielle Richtlinie leicht unterschiedlich, was zu regionalen Ungleichheiten für Antragsteller führt, die oft auf Saisonarbeit angewiesen sind und nicht einfach reisen können.

Spaniens außergewöhnliche Legalisierung stößt in Murcia auf Hindernisse, während Migranten um das entscheidende „Verwundbarkeits“-Zertifikat kämpfen


Der Zeitdruck ist enorm. Hintergrundüberprüfungen und Reisepässe, die viele Antragsteller mit Unterstützung ihrer Botschaften erhalten haben, sind nur 90 Tage gültig. Verzögert sich die Ausstellung der lokalen Bescheinigung, laufen diese Dokumente ab, was Migranten zwingt, den gesamten und kostspieligen Papierkram von vorne zu beginnen. Senegal hat sogar Konsularteams nach Murcia entsandt, um die Passverlängerungen zu beschleunigen – ein Beispiel für die internationalen Auswirkungen der spanischen Innenpolitik.

Basis-NGOs wie Cepaim und Convivir Sin Racismo sind zu de-facto Projektmanagern geworden: Sie beraten Antragsteller bei der Dokumentation, drängen die Stadtverwaltungen auf zusätzliche Termine und übersetzen bürokratisches Fachchinesisch in verständliche Sprache. Freiwillige berichten, sie seien „rund um die Uhr im Einsatz“ und warnen vor opportunistischen Vermittlern, die hohe Gebühren verlangen. Ihre Botschaft: Beginnen Sie den Antrag auch dann, wenn ein Dokument fehlt; Aktualisierungen können später über das Regierungsportal hochgeladen werden.

Für Arbeitgeber und Umzugsorganisationen steht viel auf dem Spiel. Die Legalisierung könnte Tausende informelle Arbeitskräfte – Erntehelfer, Pflegekräfte, Lieferfahrer – in die formelle Wirtschaft überführen, den chronischen Arbeitskräftemangel lindern und die Sozialversicherungsbasis erweitern. Doch wenn die anfänglichen Engpässe nicht behoben werden, droht Unternehmen ein unsicherer Sommer hinsichtlich des rechtlichen Status der geplanten Arbeitskräfte.
Quelle: Cadena SER

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