Französische Abgeordnete billigen siebenmonatige Haft für „gefährliche“ Ausländer
Die Schweiz führt vor dem G7-Gipfel in Évian wieder Grenzkontrollen zu Frankreich ein
Französische Regierung trifft sich mit Fluggesellschaften wegen Treibstoffknappheit – Experten sehen „sehr geringes“ Risiko für Sommerausfälle
Neueste Nachrichten
Biometrisches Ein- und Ausreisesystem sorgt für stundenlange Warteschlangen an französischen Flughäfen
Seit dem vollständigen Start des EES am 10. April kommt es an französischen Flughäfen zu Wartezeiten von 60 bis 120 Minuten, da die biometrischen Terminals mit dem Andrang nicht zurechtkommen, berichtete The Local am 5. Mai. Die EU erlaubt eine vorübergehende Aussetzung der Fingerabdruckerfassung, doch Frankreich setzt diese Maßnahme nur zurückhaltend ein, was Sorgen um die Reisepläne im Sommer weckt.
Französische Nationalversammlung stimmt für Verdreifachung der Höchstdauer der Haft für ausländische Hochrisikopersonen
Die französische Nationalversammlung hat am 5. Mai 2026 ein Gesetz verabschiedet, das die administrative Haftdauer für ausländische Staatsangehörige mit Abschiebebescheid von 90 auf bis zu 210 Tage bei Terrorismusverdacht verlängert. Die Regierung argumentiert, dass die Maßnahme Verfahrenslücken schließt, die zuvor zu vorzeitigen Freilassungen führten, während Kritiker eine unverhältnismäßige Einschränkung der Bürgerrechte sehen. Sollte der Senat zustimmen, erwartet globale Arbeitgeber ein deutlich strengeres Durchsetzungsumfeld.
Frankreich verschärft die „jus soli“-Regeln für in Mayotte geborene Kinder ausländischer Eltern
Das Dekret 2026-338, veröffentlicht am 5. Mai 2026, verlangt, dass **beide** Elternteile eines in Mayotte geborenen Kindes mindestens ein Jahr legalen Aufenthalt nachweisen müssen, bevor das Kind die französische Staatsangehörigkeit beanspruchen kann. Diese Änderung verschärft Frankreichs langjährigen Kampf gegen irreguläre Migration in dem Übersee-Département und hat Auswirkungen auf dort stationierte Expat-Familien.
Gebühren für Aufenthaltserlaubnis und Einbürgerung steigen ab 1. Mai 2026 deutlich an
Ein am 1. Mai 2026 veröffentlichter Gebührenkatalog erhöht die Kosten für fast alle französischen Einwanderungsverfahren: Erstmalige Ausstellung von Aufenthaltstiteln kostet nun 350 €, Verlängerungen 250 € und Einbürgerungen 255 €. Arbeitgeber müssen die höheren Gebühren einplanen und ihre Mitarbeiter während des Verfahrens rechtzeitig informieren.
Französische Planungsbehörde fordert verstärkte wirtschaftliche Zuwanderung zur Bekämpfung des Geburtenrückgangs
In einem am 5. Mai veröffentlichten Bericht fordert die französische Planungsbehörde größere, stärker auf Qualifikationen ausgerichtete Einwanderungskontingente, um den seit 2010 um 24 % gesunkenen Geburtenzahlen entgegenzuwirken und das Rentensystem zu sichern. Der HCP schlägt beschleunigte Genehmigungsverfahren für Berufe mit Fachkräftemangel sowie eine einfachere Anerkennung von Abschlüssen vor, was den Weg für eine stärker arbeitgeberorientierte Einwanderungspolitik ebnet.