
Die britische Immigration Advice Authority (IAA) startete am 11. Mai ihre erste landesweite Aufklärungskampagne mit dem Motto „Prüfen, bevor Sie vertrauen“, um Migranten bei der Wahl eines Einwanderungsberaters zu sensibilisieren. Die Kampagne reagiert auf einen Anstieg der Beschwerden über nicht regulierte Berater um 40 % in den letzten zwei Jahren, viele davon betreffen polnische Staatsbürger, die Facharbeiter-Visa oder Familiengenehmigungen im Rahmen des EU-Ansiedlungsprogramms beantragen. Laut IAA-Studien verlassen sich kostenbewusste Antragsteller oft auf Berater aus der Community, die in sozialen Medien werben; nur ein Drittel weiß, dass bezahlte Berater in Großbritannien eine IAA-Zulassung benötigen. Unqualifizierte Beratung kann zu fehlerhaften Anträgen, verpassten Fristen und sogar zu zehnjährigen Wiedereinreiseverboten wegen Täuschung führen. Die neue Kampagne wird auf Polnisch auf Facebook, TikTok und regionalen Radiosendern in London, Birmingham und Manchester ausgestrahlt – Städten mit großen polnischen Diasporas. Die Behörde hat zudem ein überarbeitetes Online-Beraterregister eingeführt, das eine Filterung nach Sprache und Akkreditierungsstufe ermöglicht. Arbeitgeber, die die Visabearbeitung auslagern, werden daran erinnert, dass die Beauftragung nicht regulierter Berater zu zivilrechtlichen Strafen des Innenministeriums von bis zu 10.000 Pfund pro Fall führen und ihre Sponsor-Lizenz gefährden kann. Polnische Personalabteilungen, die Mitarbeiter ins Vereinigte Königreich entsenden, sollten: 1) sicherstellen, dass ihr Einwanderungsdienstleister bei der IAA registriert ist; 2) Sorgfaltspflichtklauseln in Dienstleistungsverträge aufnehmen; und 3) den Link zum Beraterregister an die Familien der Entsandten weitergeben, die oft kostengünstige „Papierhilfe“ für Angehörigenvisa suchen.
Quelle: GOV.UK