
La Crónica del Henares fasste am 16. Mai die Stimmung in ganz Spanien seit Beginn der außerordentlichen Regularisierung zusammen: Überlastete Ausländerbehörden, Schlangen, die sich um die Rathäuser ziehen, und ein Online-Portal, das beim Start zusammenbrach. Das königliche Dekret sieht vor, etwa 500.000 Personen eine einjährige – verlängerbare – Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, die einen ununterbrochenen Aufenthalt vor dem 1. Januar 2026 nachweisen können. Laut Gewerkschaften der Nationalpolizei überstieg die Nachfrage alle Erwartungen. Die Plattform MERCURIO, die für die Online-Anträge eingerichtet wurde, verzeichnete Spitzen von 40.000 Anträgen pro Stunde und war an mehreren Abschnitten des Wochenendes nicht erreichbar. Parallel dazu bevorzugten Tausende Antragsteller den persönlichen Weg und suchten frühmorgens nach dem historischen Meldebescheinigung oder einer von den Sozialdiensten ausgestellten Bescheinigung über Verwundbarkeit. Die landwirtschaftlichen und gastgewerblichen Arbeitgeberverbände – besonders in Levante und Andalusien – sehen die Maßnahme mit Erleichterung: Sie schätzen, dass die Hälfte der Saisonarbeiter, die in jeder Kampagne Obst ernten oder auf Terrassen arbeiten, vor dem Sommer aus der Schattenwirtschaft herauskommen kann. Die CEOE warnt jedoch, dass die administrative Überlastung die Erteilung der Arbeitserlaubnis verzögern und die Personalplanung erschweren könnte. Die Opposition (PP und Vox) bereitet Klagen vor dem Obersten Gerichtshof vor und argumentiert mit einem „Anziehungseffekt“ und mangelnder Koordination mit Frontex. Die Regierung entgegnet, dass sich die Regularisierung an bereits ansässige und für den Arbeitsmarkt sowie das Rentensystem notwendige Bevölkerung richtet. Für die Teams der Unternehmensmobilität lautet die Botschaft doppelt: a) Die Verfahren müssen während der Wartezeiten bei der Ausländerbehörde langfristiger geplant werden, und b) Unternehmen, die ausländisches Personal einstellen, können die Regularisierung nutzen, um Situationen von Mitarbeitern ohne Erlaubnis oder mit laufenden Asylanträgen zu legalisieren.
Quelle: La Crónica del Henares
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