1. Globale Mobilitätsnachrichten
  2. /
  3. Österreich
  4. /
  5. Wien stoppt Anträge auf Familienzusammenführung für Schutzberechtigte

Wien stoppt Anträge auf Familienzusammenführung für Schutzberechtigte

Mai 20, 2026
·
Wien stoppt Anträge auf Familienzusammenführung für Schutzberechtigte
In einer überraschenden Entscheidung vom 19. Mai 2026 hat Österreich die Annahme neuer Anträge auf Familienzusammenführung für Migranten mit subsidiärem Schutz oder humanitärem Status ausgesetzt. Das Innenministerium bezeichnet die Aussetzung als vorübergehend, aber notwendig, um eine „Überlastung“ von Wohnraum, Schulen und Gesundheitsdiensten zu verhindern, da die Integrationsbudgets knapper werden. Offizielle Zahlen zeigen, dass 2023 insgesamt 9.254 Angehörige im Rahmen der Familienzusammenführung nach Österreich eingereist sind, wobei Syrer und Afghanen den Großteil ausmachen. Nach der neuen Richtlinie werden bis auf Weiteres nur Härtefall-Ausnahmen berücksichtigt. Interessenvertretungen betonen, dass familiäre Unterstützungsnetzwerke für eine gelungene Integration entscheidend sind, und warnen davor, dass eine längere Trennung zu psychischen Problemen und sekundärer Migration innerhalb der EU führen kann. Für Arbeitgeber entfällt durch den Stopp ein wichtiger Anreiz, der oft zur langfristigen Bindung von Geflüchteten beiträgt. Unternehmen, die geschützte Migranten beschäftigen, könnten mit höherer Fluktuation rechnen, wenn Mitarbeitende in Mitgliedstaaten mit großzügigeren Regelungen abwandern. Personalverantwortliche werden geraten, Umzugspakete zu überprüfen, Homeoffice-Optionen für im Ausland lebende Ehepartner zu prüfen und sich mit Rechtsberatern zu möglichen humanitären Visapfaden abzustimmen. Die Entscheidung stellt Österreich zudem in Konflikt mit den familienrechtlichen Grundsätzen der EU-Qualifikationsrichtlinie und könnte bei dauerhafter Aussetzung zu Vertragsverletzungsverfahren führen. Die Regierung betont, im Rahmen des ihr durch EU-Recht eingeräumten Ermessensspielraums zu handeln und die Maßnahme nach Abschluss der Integrationskapazitätsprüfungen neu zu bewerten. Multinationale Unternehmen sollten den Zeitplan der Überprüfung – zunächst auf sechs Monate angesetzt – genau verfolgen und ihre Mitarbeitenden über erforderliche Dokumente informieren, um den Aufenthaltsstatus zu sichern, falls Familienangehörige nach Aufhebung des Einfrierens nachkommen.
Quelle: TerraTern

Wie VisaHQ helfen kann

VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Österreich.

Visa- und Einwanderungsteam @ VisaHQ

Das Expertenteam für Visa und Einwanderung von VisaHQ hilft Einzelpersonen und Unternehmen, die globalen Reise-, Arbeits- und Aufenthaltsanforderungen zu bewältigen. Wir kümmern uns um die Dokumentenvorbereitung, die Einreichung von Anträgen, die Koordination mit Regierungsbehörden und alle Aspekte, die notwendig sind, um schnelle, konforme und stressfreie Genehmigungen zu gewährleisten.

Redaktionelle Richtlinien
×