
Die indische Generaldirektion für Gesundheitsdienste (DGHS) gab am 21. Mai 2026 eine Frühwarnung heraus, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ebola-Ausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zu einem internationalen Gesundheitsnotstand erklärt hatte. In einer landesweiten Anweisung wurden Gesundheitsbeamte an Flughäfen angewiesen, Passagiere, die aus oder über den DR Kongo, Uganda und Südsudan einreisen oder dort umsteigen, zu kontrollieren. Die Mitteilung fordert insbesondere symptomatische Passagiere – oder Personen mit direktem Kontakt zu einem Verdachtsfall – auf, sich vor der Einreise bei der Einwanderung zu melden. Zu den wichtigsten Symptomen zählen Fieber, Erbrechen, Durchfall, unerklärliche Blutungen und starke Schwäche. Reisende, die innerhalb von 21 Tagen nach Ankunft Symptome entwickeln, müssen medizinische Hilfe suchen und ihre Reiseroute angeben. Obwohl in Indien bisher keine Ebola-Fälle festgestellt wurden, betonte das Gesundheitsministerium, dass die Maßnahmen „ausschließlich vorsorglich“ seien, aber gemäß den Internationalen Gesundheitsvorschriften verpflichtend. Für Fluggesellschaften und globale Mobilitätsmanager bedeutet die Anweisung zusätzliche Fragebögen vor Abflug und gegebenenfalls die Verweigerung des Boardings bei sichtbaren Krankheitssymptomen. Firmenreiseteams sollten ihre Gesundheitsdeklarationsformulare aktualisieren, Mitarbeiter, die aus Afrika zurückkehren, über Selbstüberwachungsprotokolle informieren und sicherstellen, dass die Krankenversicherung Isolation oder Evakuierung abdeckt. Auch Häfen und Landgrenzen wurden alarmiert; Seemannsgewerkschaften berichten, dass indische Besatzungsmitglieder auf Westafrika-Routen zusätzliche Schutzausrüstung und Schnelltest-Kits erhalten. Multinationale Unternehmen mit rotierenden Schichten in Bergbau-, Öl- und Entwicklungsprojekten in Zentralafrika prüfen vorübergehende Homeoffice-Optionen, um Personalübergaben in Risikogebieten zu vermeiden. Gesundheitsexperten loben das frühzeitige Handeln und verweisen auf Indiens Erfahrungen mit COVID-19, die die Notwendigkeit schneller, mehrstufiger Grenzkontrollen unterstreichen. Gleichzeitig warnen sie jedoch, dass symptomfreie Überträger durch Kontrollen übersehen werden können, und empfehlen Arbeitgebern, eine 24-tägige Nachverfolgung von Mitarbeitern, die durch die Region gereist sind, sicherzustellen.
Quelle: The New Indian Express