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Ausgedehnte Kontrollen an der Schengen-Grenze erschweren Geschäftsreisen für spanische Unternehmer

Mai 23, 2026
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Ausgedehnte Kontrollen an der Schengen-Grenze erschweren Geschäftsreisen für spanische Unternehmer
Eine Einwanderungswarnung der globalen Anwaltskanzlei Fragomen vom 22. Mai bestätigt, dass sieben Schengen-Staaten – Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Norwegen, Polen und Schweden – ihre „vorübergehenden“ Kontrollen an den Binnengrenzen bis Ende 2026 verlängert haben, mit Verweis auf Sicherheitsbedenken. Obwohl Spanien selbst keine Kontrollen durchführt, bedeuten die Verlängerungen, dass spanische Staatsbürger und Einwohner bei der Einreise in diese Länder per Straße, Schiene oder Luftverkehr mit sporadischen Dokumentenkontrollen und möglichen Verzögerungen rechnen müssen.

Nach dem Schengener Grenzkodex sollten solche Kontrollen Ausnahmen bleiben, doch viele bestehen seit der Migrationskrise 2015 durchgehend. Für spanische Unternehmen mit grenzüberschreitenden Aktivitäten, insbesondere entlang der französisch-spanischen Grenze und im Benelux-Logistikkorridor, bedeutet dies längere Warteschlangen, zusätzliche Ausweiskontrollen und ein höheres Risiko von Bußgeldern, falls Mitarbeiter Reisepässe oder Aufenthaltstitel vergessen. Fragomen empfiehlt Reisenden, Nachweise über Weiterreise, Unterkunft und – für Drittstaatsangehörige mit Wohnsitz in Spanien – gültige TIE-Karten mitzuführen.

Ausgedehnte Kontrollen an der Schengen-Grenze erschweren Geschäftsreisen für spanische Unternehmer


Unternehmen passen ihre Reiserichtlinien an, um mehr Zeit für Meetings einzuplanen und erinnern ihre Mitarbeiter daran, dass die 90/180-Tage-Regel weiterhin für Nicht-EU-Kollegen mit Schengen-Visum gilt. Fluggesellschaften und Bahnunternehmen berichten bisher von minimalen Störungen, doch Handelsverbände befürchten, dass das Sommerreiseaufkommen die Verzögerungen verschärfen könnte. Die spanische Unternehmervereinigung CEOE setzt sich bei Madrid und Paris für bevorzugte Fahrspuren für Pendler ein, ähnlich denen, die im vergangenen Jahr am Grenzübergang Le Perthus getestet wurden.

Mit dem seit April geltenden neuen biometrischen Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU, das für Nicht-EU-Besucher zusätzliche Verfahrensschritte mit sich bringt, warnen Mobilitätsmanager davor, dass die gestaffelten Kontrollen das Versprechen des Schengen-Raums auf reibungsloses Reisen gefährden könnten. Sie empfehlen, regionale Verkaufstouren möglichst ohne mehrere Grenzübertritte hintereinander zu planen und Pufferzeiten in Kundenpläne einzubauen – mindestens bis zum vierten Quartal 2026, wenn die aktuellen Verlängerungen auslaufen.
Quelle: Fragomen Immigration Alert

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