
Nur Stunden nachdem der Oberste Gerichtshof Spaniens Legalisierungsprogramm grünes Licht gegeben hatte, skizzierte die Staatssekretärin für Migration, Pilar Cancela, die nächste Phase: eine ehrgeizige Jobvermittlungsinitiative, die neu legalisierte Arbeitskräfte gezielt in Branchen mit akutem Fachkräftemangel lenken soll. Im Gespräch mit Reuters am 22. Mai erklärte Cancela, dass das Migrationsministerium erfolgreiche Antragsteller befragen werde, um deren Fähigkeiten, Sprachkenntnisse und regionale Präferenzen zu erfassen. Diese Daten fließen in eine digitale Plattform ein – entwickelt in Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Arbeitsamt SEPE und mit EU-Wiederaufbaufonds co-finanziert –, die Arbeitgeber in Bau, Gastgewerbe, Transport und Langzeitpflege informiert, sobald passende Profile verfügbar sind. Wirtschaftsverbände können Stellenangebote einstellen und Kandidaten vorab sichten, während Migranten maßgeschneiderte Sprachkurse und Unterstützung bei der Anerkennung von Qualifikationen wählen können.
Das Ausmaß ist beispiellos: Es werden bis zu eine Million Legalisierungsanträge erwartet, bei geschätzten 840.000 derzeit illegal beschäftigten Migranten. Im ersten Monat gingen fast 550.000 Anträge und über 91.000 vorläufige Arbeitserlaubnisse ein. Arbeitsmarktexperten rechnen damit, dass die Formalisierung dieser Arbeitskräfte das BIP-Wachstum um 0,4 Prozentpunkte steigern und jährlich 2 Milliarden Euro an Sozialversicherungsbeiträgen einbringen könnte, sobald die Arbeitserlaubnisse in einen vollen Aufenthaltsstatus umgewandelt werden.
Für Arbeitgeber verspricht die Plattform eine Verkürzung der Rekrutierungszeiten und weniger Bürokratie. „Heute haben wir Schwierigkeiten, Gerüstbauer in Madrid oder Küchenkräfte auf den Balearen zu finden; morgen könnten wir auf einen geprüften Kandidatenpool zurückgreifen, der bereits hier lebt“, so Juan Delgado, Personaldirektor bei Grupo Avanza. Compliance-Teams müssen weiterhin die üblichen Arbeitsberechtigungsprüfungen durchführen, doch das Verfahren orientiert sich an der bestehenden lokalen Engpassliste Spaniens und umgeht die langsamere Quote für ausländische Einstellungen.
Migrantenrechtsorganisationen begrüßen den Plan zwar vorsichtig, warnen jedoch, dass eine echte Integration auch Wohnraumförderung und Schutz vor ausbeuterischen Verträgen erfordert. Cancela betonte, die Plattform werde Arbeitsinspektoren bei verdächtigen Mustern alarmieren, und das Ministerium stelle 250 zusätzliche Prüfer für den Arbeitsplatz ein.
Angesichts der Prognose, dass Spanien in den nächsten zehn Jahren 2,4 Millionen zusätzliche Sozialversicherungspflichtige benötigt, um die Renten zu sichern, wird das Jobvermittlungsprogramm als wirtschaftliche und demografische Notwendigkeit dargestellt. Unternehmen, die sich vor der Sommersaison Talente sichern wollen, können sich ab Mitte Juni auf der Pilotplattform registrieren; der landesweite Start ist für September geplant.
Das Ausmaß ist beispiellos: Es werden bis zu eine Million Legalisierungsanträge erwartet, bei geschätzten 840.000 derzeit illegal beschäftigten Migranten. Im ersten Monat gingen fast 550.000 Anträge und über 91.000 vorläufige Arbeitserlaubnisse ein. Arbeitsmarktexperten rechnen damit, dass die Formalisierung dieser Arbeitskräfte das BIP-Wachstum um 0,4 Prozentpunkte steigern und jährlich 2 Milliarden Euro an Sozialversicherungsbeiträgen einbringen könnte, sobald die Arbeitserlaubnisse in einen vollen Aufenthaltsstatus umgewandelt werden.
Für Arbeitgeber verspricht die Plattform eine Verkürzung der Rekrutierungszeiten und weniger Bürokratie. „Heute haben wir Schwierigkeiten, Gerüstbauer in Madrid oder Küchenkräfte auf den Balearen zu finden; morgen könnten wir auf einen geprüften Kandidatenpool zurückgreifen, der bereits hier lebt“, so Juan Delgado, Personaldirektor bei Grupo Avanza. Compliance-Teams müssen weiterhin die üblichen Arbeitsberechtigungsprüfungen durchführen, doch das Verfahren orientiert sich an der bestehenden lokalen Engpassliste Spaniens und umgeht die langsamere Quote für ausländische Einstellungen.
Migrantenrechtsorganisationen begrüßen den Plan zwar vorsichtig, warnen jedoch, dass eine echte Integration auch Wohnraumförderung und Schutz vor ausbeuterischen Verträgen erfordert. Cancela betonte, die Plattform werde Arbeitsinspektoren bei verdächtigen Mustern alarmieren, und das Ministerium stelle 250 zusätzliche Prüfer für den Arbeitsplatz ein.
Angesichts der Prognose, dass Spanien in den nächsten zehn Jahren 2,4 Millionen zusätzliche Sozialversicherungspflichtige benötigt, um die Renten zu sichern, wird das Jobvermittlungsprogramm als wirtschaftliche und demografische Notwendigkeit dargestellt. Unternehmen, die sich vor der Sommersaison Talente sichern wollen, können sich ab Mitte Juni auf der Pilotplattform registrieren; der landesweite Start ist für September geplant.
Quelle: Reuters (via MarketScreener)
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